Nach dem Duell in der II. Liga Mitte zwischen dem SC Neudörfl und dem SV Schattendorf ordnete Trainer Markus Buchner die 0:2-Niederlage seines Teams ein. Starker Wind, ein harter, vom Winter gezeichneter Boden – und eine erste Hälfte, in der seine Elf aus seiner Sicht dominierte. Er sah ausgeglichenen Ballbesitz, vier klare Möglichkeiten für Schattendorf und zwei für den Gegner. Zur Pause stand es 0:0, am Ende 0:2. „Ich kann meiner Mannschaft gar nichts vorwerfen – außer die Chancenauswertung“, betonte Buchner und hob Einsatz und Anpassungsfähigkeit seines Teams hervor.
Der Nachmittag war aus Buchners Sicht stark von äußeren Einflüssen geprägt: Der Wind und die Bodenverhältnisse erschwerten das Spiel für beide Mannschaften. Nach einer stärkeren 1. Halbzeit der Schattendorfer („Wir waren in der 1. Halbzeit auf jeden Fall die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen“) entwickelte sich nach dem Seitenwechsel eine offenere Partie. Während Schattendorf insgesamt vier Topchancen verzeichnete, zeigte sich Neudörfl nach der Pause eiskalt: In der 60. Minute traf Gábor Nagy zum 1:0, in der 69. Minute erhöhte Benedek Tanyi auf 2:0. Für Buchner entschieden am Ende starke Einzelaktionen des Gegners das Spiel.
Bei ruhenden Bällen stand Schattendorf defensiv stabil, offensiv fehlte die letzte Präzision. Eine der größten Gelegenheiten entstand nach einem Eckball in der 2. Halbzeit, als aus kurzer Distanz über das Tor geköpft wurde. Technisch litt die Partie unter den Bedingungen: „Durch den starken Wind war es für beide kein technisch gutes Spiel.“ Im Zweikampf agierte Neudörfl nach Buchners Eindruck clever und unterband viele Angriffe mit Fouls. Zugleich stellte er klar, dass der Schiedsrichter keine gravierenden Fehlentscheidungen traf.
In der Schlussphase musste Schattendorf nach einer Gelb-Roten Karte gegen Roman Bobak (77.) in Unterzahl agieren. Die Personalsituation war ohnehin angespannt: „Wir hatten fünf Ausfälle.“ Taktisch blieb Schattendorf zur Pause beim ursprünglichen Plan, passte sich aber dem Wind an – mit flachen Kombinationen und gezielten Chipbällen, damit die Bälle „nicht in der Luft stehen bleiben“. Für das nächste Spiel erwartet der Coach Entlastung: „Vier Spieler kommen zurück – vier Stammspieler.“ Ziel sei es, vorne die Bälle besser zu sichern und die Chancen konsequenter zu nutzen. Ein Sonderlob ging an die Breite des Kaders: Die vermeintlichen Ersatzspieler und Akteure aus der U23 hätten eine Topleistung gebracht – mit Blick auf eine „große Zukunft“ in Schattendorf.