Spielberichte

ASV Draßburg, Sportlicher Leiter, Oliver Frank: „Gerechtes 2:2 – erneut den Charaktertest bestanden!" ASV Draßburg schüttelt 0:2-Schock ab!

Kaisersdorf/Markt St. Martin
ASV Draßburg

Ein intensiver Abend in Kaisersdorf endete 2:2 – und brachte klare Einordnungen aus Draßburger Sicht: Oliver Frank, Sportlicher Leiter des ASV Draßburg, sprach nach der Partie in der 2. Liga Mitte von einem gerechten Remis, schwierigen Platzverhältnissen und einer Mannschaft, die sich nach schwachem Beginn stark zurückkämpfte. Die SpG Kaisersdorf/Markt St. Martin legte früh vor, doch Draßburg blieb stabil und setzte wichtige Akzente. Franks Fazit betonte Moral, Torhüter-Paraden und die Schlussphase, in der beide Seiten den entscheidenden Moment suchten – verbunden mit dem Blick auf das kommende Duell gegen Zemerndorf am nächsten Sonntag (15.00 Uhr). 


Rasen mit weißer Markierungslinie

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels

Früher Druck der Heimelf, Anpassung an den Platz

„Die ersten 20 Minuten waren wir scheinbar noch in der Kabine, während Kaisersdorf schon auf Betriebstemperatur war. Sie haben anfangs enormen Druck aufgebaut, auf den wir keine Antwort hatten. In so einer Phase musst du aufpassen, dass dir das Spiel nicht entgleitet.“ Aus Draßburger Sicht stand es schnell 0:2 – Daniel Fülöp (3.) und der ehemalige ASVD-Spieler Damjan Skoric (18.) trafen. „Dann haben wir uns geschüttelt, die Ärmel hochgekrempelt und uns an die Platzbedingungen angepasst. Nach so einem Start haben wir echten Charakter bewiesen.“

Individuelle Klasse als Dosenöffner, Ausgleich als Wendepunkt

„Der Dosenöffner war das 1:2 durch Sandro Kristianidi. Wenn spielerisch auf diesem schwierigen Untergrund wenig geht, brauchst du diesen einen Moment der individuellen Klasse. Das war bei Sandro der Fall – kein Zufall, sondern ein Statement. Der Ball passte genau ins Kreuzeck und gab uns den Glauben zurück.“ Sandro Kristianidi verkürzte per Traumtor auf 1:2 (28.), kurz darauf stellte Richard Amaechi Johnson nach idealer Flanke auf 2:2 (33.). „Ab diesem Zeitpunkt waren wir im Kopf wieder voll da. Beide Mannschaften wollten am Ende den Lucky Punch, aber die Intensität hat ihren Tribut gefordert.“

Standards, Torhüter-Momente, Zweikampfspiel – und der Blick nach vorn

Zur Statik des Spiels sagte Oliver Frank: „Anfangs hatte Kaisersdorf mehr Spielanteile. In der zweiten Halbzeit waren wir die spielerisch bessere Mannschaft, jedoch machte Kaisersdorf uns das Leben sehr schwer!“ Ein Schlüssel lag im Tor: „Tormann Bence Acsadi hat uns mit einigen Topreaktionen den Punkt festgehalten. Das war jetzt schon mehrmals der Fall, dass er uns in kritischen Momenten den Rücken freigehalten hat.“ Bei ruhenden Bällen war besondere Wachsamkeit gefragt: „Kaisersdorf ist sehr kompakt und hat starke Einzelspieler. Mit Manuel Wiedenhofer haben sie einen Akteur, der bei Standards immer wieder sehr gefährlich ist. Darauf waren wir gut vorbereitet.“ Zur Härte der Partie meinte er: „Es war ein Spiel mit extrem vielen Zweikämpfen und hoher Intensität. Das ist auch für keinen Schiedsrichter einfach. Sicher gab es auf beiden Seiten Momente, in denen wir uns andere Entscheidungen gewünscht hätten, aber insgesamt passt das zur Spielentwicklung. Es war auf allen Seiten ein hartes Stück Arbeit – auch wegen des schwierigen Platzes.“ Der Ausblick bleibt klar: „Beim nächsten Spiel gegen Zemerndorf hoffen wir auf die Fortführung unserer Erfolgsserie – wir sind mittlerweile seit fünf Spielen ungeschlagen. Zu Hause wollen wir wieder voll anschreiben, obwohl wir wissen, dass Zemendorf eine gute Mannschaft hat. Entscheidend ist, dass wir unsere Grundtugenden und unsere spielerische Qualität auf den Platz bringen – dann kann es für uns wieder positiv aussehen.“ Zum Abstiegskampf meint Frank: "Abstiegskampf ist kein Fünf-Gänge-Menü, sondern eher pure Hausmannskost: Schwer verdaulich, aber jeder Punktegewinn macht uns als Mannschaft noch stärker." 

II. Liga Mitte: Kaisersdorf/Markt St. Martin : ASV Draßburg - 2:2 (2:2)

  • 33
    Richard Amaechi Johnson 2:2
  • 28
    Sandro Kristianidi 2:1
  • 18
    Damjan Skoric 2:0
  • 3
    Daniel Fülöp 1:0