Ein intensiver Abend in Marz endet mit einem klaren Stimmungsbild: Stefan Artner, Trainer des SV Oberloisdorf, sieht sein Team auf Kurs – mit einem Plan, der auf dem Platz funktionierte, und mit dem Gefühl, das Spiel verdient auf die eigene Seite gezogen zu haben. In der II. Liga Mitte berichtet er von vergebenen Möglichkeiten vor der Pause, einer kurzen Drangphase der Gastgeber zu Beginn der zweiten Hälfte und anschließend wieder Oberhand für seine Mannschaft. Das 2:1 passt für ihn zum Verlauf, doch im Vordergrund stehen Umsetzung, Stabilität und Respekt vor dem Gegner: „Grundsätzlich sehr zufrieden. Wir hatten einen klaren Matchplan und die Jungs haben ihn bravourös umgesetzt. Ich habe großen Respekt vor dem ASK Marz und dem, was sie in dieser Saison bisher geleistet haben.“

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Artner ordnet die Leistung als stimmig und zielorientiert ein: „Zu verbessern gibt es immer etwas. Wir werden von Woche zu Woche schauen, dass wir unser Spiel weiter verbessern und möglichst stabil bleiben.“ Der Tenor: kontrolliert arbeiten, Details schärfen, den eingeschlagenen Weg bestätigen.
Zur Kräfteverteilung sagt er: „Ballbesitzanteile würde ich eher als ausgeglichen betrachten, wobei wir ein Chancenplus hatten.“ Seine Rückschau auf die prägenden Szenen ist eindeutig: „Wir hatten in der ersten Halbzeit einen Stangenschuss und zwei Sitzer, die wir verwerten hätten können. Marz kam zu Beginn der zweiten Halbzeit kurz auf, aber danach hatten wir – nach dem 2:0 und auch nach dem 2:1 – einige Konterchancen und hätten das Spiel früher zumachen können.“ Zur Pause stand es 0:0, danach fielen die Tore aus Sicht des SVO: das 1:0 durch Márk Abért (53.), das 2:0 durch Zoltán Ferencz (64.) und der späte Anschluss der Hausherren durch Daniel Biribauer (86.) zum 2:1. In seiner Gesamteinschätzung bleibt Artner konsequent: „Meiner Ansicht nach haben wir das Spiel verdient gewonnen. Wir hätten schon in der ersten Halbzeit ein, zwei Tore machen können. Nach einer kurzen Drangphase von Marz zu Beginn der zweiten Halbzeit lief es wieder in unsere Richtung – wir haben den 2:1-Auswärtssieg verdient nach Hause gespielt.“
Ein wichtiger Baustein der aktuellen Lage ist die Teamstruktur. Artner lobt den Verbund und hebt das schnelle Wiederandocken seines Spielführers hervor: „Unser Kapitän, der die letzten zwei Wochen krank und verletzt nicht trainieren konnte, hat sofort wieder seine Leistung gebracht. Der Defensivverbund hat sehr gut funktioniert, offensiv waren wir variabel und konnten insbesondere durch die Mitte mehrere gute Angriffe herausspielen.“ Personell fehlten Schlüsselkräfte: „Uns fehlte Abwehrchef Richard Papp (Sperre), zudem war ein weiterer Leistungsträger krank beziehungsweise verletzt. Ich hoffe, dass alle rasch zurückkehren, damit wir wieder aus dem Vollen schöpfen können.“ Der Fahrplan ist gesetzt: „Am Dienstag wartet das Cup-Viertelfinale gegen Mattersburg – natürlich ein besonderes Spiel für uns. Der Fokus liegt dann aber schon wieder auf dem Wochenende gegen Draßmarkt, wo wir wahrscheinlich vor toller Kulisse ein umkämpftes Match erwarten.“