Ein Abend klarer Grundsätze und viel Einsatz: Bad Sauerbrunn 1b traf in der II. Liga Mitte auf ASV Pöttsching, und Heinz Kremser rückte Intensität, Umschaltspiel und Zweikampfverhalten in den Mittelpunkt. Der Trainer zeichnete das Bild eines ausgeglichenen, von vielen Duellen geprägten Spiels und stellte die Balance zwischen Geduld und Mut in den Fokus. Standards waren wegen der körperlichen Präsenz des Gegners stets Thema, gleichzeitig setzte seine Elf auf schnelle Wege über die Flügel. Spät fielen die erlösenden Treffer – passend zum Charakter eines Geduldspiels. Im Hintergrund steht die Lage im „Abstiegskampf“, die Kremser offen anspricht; umso wichtiger wirkte dieser Abend als Bestätigung des eingeschlagenen Kurses. In der Tabelle der II. Liga Mitte hält Bad Sauerbrunn 1b aktuell bei 18 Punkten auf Rang 14.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
„Im Großen und Ganzen war es ausgeglichen; keinem Team gelang es, den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten – entweder waren sofort Zweikämpfe da oder es gab Fehlpässe“, ordnete Kremser ein. Das Mittelfeld wurde kompakt geführt, die Duelle hatten hohes Tempo. Sein Kurzfazit: „Einsatz auf beiden Seiten.“ Die Partie blieb umkämpft und bis weit in die 2. Halbzeit offen – mit einem Matchplan, der auf Fehler des Gegners und schnelles Umschalten ausgerichtet war.
Kremser erinnerte an die prägenden Szenen: „In der 1. Halbzeit hatten wir nach einer Ecke aus rund fünf Metern die Führung auf dem Fuß, der Ball ging drüber. Kurz darauf die nächste Möglichkeit, wieder knapp am Tor vorbei.“ Auch der Gegner meldete sich: „Pöttsching hatte eine große Chance – ein Spieler lief alleine auf unseren Tormann zu, schoss aber flach vorbei. Ein Aufsetzer von uns strich ebenfalls neben das Tor.“ In ruhenden Bällen sah er stete Gefahr: „Da Pöttsching über sehr große Spieler verfügt, war es bei Standards immer heikel. Aber unser Tormann und die Verteidigung ließen eigentlich nichts zu.“
Seine Leitplanken formulierte Kremser unmissverständlich: „Die Spielanlage ist wichtiger als das Spielsystem. Die Basis des Fußballs ist für mich immer das Eins-gegen-eins – egal, welches System der Gegner spielt. Wir müssen uns darauf einstellen.“ Entsprechend setzte Bad Sauerbrunn 1b auf Transition statt Risiko durchs Zentrum: „Wir versuchen, nach Ballgewinn schnell umzuschalten. Das ist uns teilweise gut gelungen, auch über die Seite, weil wir weniger durchs Zentrum spielen wollten.“ Die Geduld zahlte sich aus: Zur Pause stand es 0:0, in der 74. Minute traf Timo Marzi zum 1:0, in der 87. Minute stellte Bad Sauerbrunn 1b auf 2:0 (Torschütze: Martin Majnovics) – der späte, verdiente Lohn für Einsatz, Mut und Laufbereitschaft.