Für ASK Neutal-Trainer Dieter Komanovits war der Auswärtsauftritt beim USC master design Pilgersdorf in der II. Liga Mitte vor allem ein Statement der Kontrolle – und ein Fingerzeig, woran noch gearbeitet werden muss. Nach einer frühen Unterzahlsituation der Gastgeber übernahmen die Gäste klar die Initiative, diktierten Tempo und Ballbesitz. Zugleich blieb die Effizienz lange ein Thema. Prägend in einer umkämpften, insgesamt fairen Partie: ein starker Reflex von Torhüter Michael Palatin bei der ersten großen Heimchance, zahlreiche ungenutzte Möglichkeiten der Neutaler – und das klare Bekenntnis des Trainers, mit diesem 2:0-Auswärtssieg im Abstiegskampf wieder näher ans Tabellenmittelfeld heranzurücken.

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„Pilgersdorf hatte nach wenigen Minuten die erste Chance im Spiel, die unser Tormann Michael Palatin hervorragend vereitelt hat.“ Kurz darauf kippte das Kräfteverhältnis dauerhaft zugunsten der Gäste: Pilgersdorf musste nach einer Roten Karte in der 11. Minute für Soma Takacs lange in Unterzahl agieren; in der Schlussphase kam eine Gelb-Rote (82.) für Manuel Frühstück hinzu. Komanovits’ Elf setzte sich im Ballbesitz fest und nahm das Heft in die Hand. „Wir haben das Spiel ab der 10. Minute vollkommen kontrolliert.“ Zur Verteilung der Spielanteile präzisierte er: „Meine Mannschaft hatte mehr Ballbesitz als der Gegner. Wir haben dominiert, Pilgersdorf hat vor allem mit langen Bällen operiert. Wir hatten ein deutliches Übergewicht beim Ballbesitz.“
Die Gäste erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten – schon vor der Pause lag mehr drin. „Wir hatten ein deutliches Chancenplus, hätten das Spiel eigentlich bereits vor der Pause entscheiden müssen.“ Der Dosenöffner fiel dennoch im ersten Durchgang: Jahe Berbati traf in der 31. Minute zum 1:0. Nach dem Seitenwechsel lief es in ähnlicher Tonart weiter, doch die Entscheidung fiel spät: In der 83. Minute erhöhte Laszlo Vizler auf 2:0. Auch ruhende Bälle blieben ein Faktor – ohne direkten Ertrag: „Wir waren bei Standardsituationen durchaus gefährlich, konnten daraus aber leider kein Tor erzielen.“
Bei aller Intensität hob Komanovits die Art und Weise hervor: „Das Spiel war sehr fair – natürlich umkämpft, weil es ein wichtiges Spiel im Kampf gegen den Abstieg war. Im Großen und Ganzen ist es aber fair verlaufen.“ Besonders lobte er einen Schlüsselspieler: „Hervorheben möchte ich unseren Mittelfeldspieler Michael Reiszner, der eine Topleistung abgeliefert hat und heute mit Sicherheit ein entscheidender Faktor war.“ Die Botschaft für die kommenden Wochen ist klar: „Der Sieg war enorm wichtig,um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nicht zu verlieren. Wir müssen nächste Woche dort anknüpfen, wo wir heute aufgehört haben.Dann werden weitere Siege folgen und der Klassenerhalt bleibt ein realistisches Ziel.''