Zäher Abend in der II. Liga Mitte: SV Draßmarkt lieferte sich mit Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf I ein intensives Ringen um Meter und zweite Bälle. Trainer Philipp Schordje sprach von keinem fußballerischen Leckerbissen, sondern von einer chancenarmen Partie mit wenigen Hochkarätern – ein Willens- und Geduldsspiel mit dem besseren Ende für seine Mannschaft. Die Stimmung nach dem Abpfiff: erleichtert, fokussiert, getragen vom Wissen um den Abstiegskampf – und mit drei Punkten im Gepäck.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
„Es war eine sehr kampfbetonte Partie, in der wir speziell in der ersten Halbzeit kämpferisch die Oberhand hatten. Im Laufe der zweiten Halbzeit hat Lockenhaus mehr riskiert. Wir haben uns auf unsere Tugenden besonnen – laufen, kämpfen, beißen, kratzen – und nach der Pause alles wegverteidigt. So sind wir verdient als Sieger vom Platz gegangen“, bilanzierte Schordje. Früh im Spiel entschied die Effizienz: In der 33. Minute traf Szilard Köfarago zum 1:0 – ein Treffer, der bis zur Pause und letztlich bis zum Ende Bestand hatte. „In der ersten Halbzeit hatten wir mehr Kontrolle über das Spiel, in der zweiten Halbzeit Lockenhaus“, hielt der Coach fest.
Inhaltlich setzte Draßmarkt klar auf Basics. „Dass wir in dieser Rückrunde kein Tiki-Taka spielen werden, ist uns klar. Vor allem Wille, Kampfgeist und das Mannschaftsgefüge sind unsere großen Pluspunkte. Daran arbeiten wir jedes Training hart, und die Mannschaft hat das gut umgesetzt“, erklärte Schordje. Es war eine physische Begegnung, geprägt von vielen Umschaltmomenten und hohen Bällen – entschieden durch Konsequenz im Zweikampf und das klare Bekenntnis zur Arbeit gegen den Ball.
Besonderes Lob verteilte der Trainer an die linke Abwehrseite: „Ich möchte vor allem Noel Niegl, unseren 15-jährigen Linksverteidiger, hervorheben, der in so einer schwierigen Situation, in der wir uns gerade befinden, wie ein Routinier auftritt, jede Partie 100 Prozent gibt und sich für keinen Zweikampf und keinen langen Weg zu schade ist.“ Für die nächsten Wochen soll die Härteprobe als Maßstab dienen: „Wir nehmen die drei Punkte mit und das Wissen, dass jede Runde für uns ein Endspiel ist. Wir haben von Anfang an gewusst, dass es für uns mit dem Kader gegen den Abstieg gehen wird. Das wird in den letzten Runden unser großer Pluspunkt sein: Wir wissen, es wird sehr schwer, und jeder muss bereit sein, jedes Training und jedes Match 100 Prozent zu geben.“