Im Duell zwischen ASK Marz und ASV Pöttsching der II. Liga Mitte blickte Gerald Linshalm auf eine intensive Partie mit frühen Standards, hohem Zweikampffaktor und früher Überzahl zurück – und kam zu einem klaren Fazit: „Über die 90 Minuten gesehen spiegelt das Ergebnis den Spielverlauf schon wider, auch wenn das Spiel verschiedene Phasen hatte.“ Der Trainer hob die stabile Verteidigung gegen Flanken und ruhende Bälle hervor, sah trotz des 2:0 noch Luft nach oben in der Nutzung der Überzahl und lobte zugleich die Disziplin des Gegners sowie die Schiedsrichterleistung.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
„Es gab auf beiden Seiten ausreichend Torchancen; meine Mannschaft kam mehrfach ohne großen Gegnerdruck zum Abschluss und hatte somit wohl auch die größeren.“ Pöttsching wurde „vor allem über Flanken und Standardsituationen“ gefährlich, „was wir überwiegend gut verteidigen konnten“. Bereits nach 3 Minuten setzte Brata per Freistoß einen Schuss an die Latte, Pöttsching kam über zweite Bälle oder eigene Abwehrfehler zu kleineren Möglichkeiten. Die Partie wurde schließlich durch eine Standardszene geprägt: In der 18. Minute verwandelte Ciprian-Florin Brata nach Foul an Nabavi einen Elfmeter sicher zum 1:0. Bei diesem Ergebnis blieb es bis zur Pause.
„Es war ein intensives, phasenweise hitziges Spiel, da einige Foulspiele vor allem auf Pöttschinger Seite passiert sind. Dementsprechend blieb es ein sehr intensiver Schlagabtausch.“ Abseits des Rasens blieb es sachlich: „Es war zwar öfters hart, aber niemals über der Grenze von beiden Teams.“ Auf Nachfrage zu strittigen Szenen sagte Linshalm: „Nein, gab es nicht. Es war eine souveräne Schiedsrichterleistung.“
„Wir mussten aufgrund einer Verletzung schon nach 10 Minuten umstellen – die Mannschaft hat das aber abermals sehr gut umgesetzt.“ Nach der Pause kippte das Kräfteverhältnis: In der 63. Minute sah ein Pöttschinger Spieler, Dejan Cosic, Gelb-Rot. „Wir konnten unsere Überzahl nicht so nutzen, wie wir uns das vorgestellt hatten, und müssen in solchen Phasen abgeklärter werden, um die Überlegenheit besser auszuspielen und den Gegner von Standards fernzuhalten.“
Spät sorgte dann Jawad Nabavi, wohl der Mann des Spiels, für die Entscheidung: In der 82. Minute stellte er auf 2:0. Linshalm fand trotz aller Intensität versöhnliche Worte: „Pöttsching hat ein gutes Spiel gemacht, bis zum Schluss alles gegeben und das in Unterzahl taktisch sehr gut umgesetzt. Kompliment an die gegnerische Mannschaft.“