Mit klaren Worten ordnete Robert Serdar den Auftritt seines SV Lackenbach ein: Gegen die FSG Oberpetersdorf/Schwarzenbach habe seine Mannschaft von Beginn an Präsenz gezeigt, äußerst energisch gegen den Ball gearbeitet und kaum etwas zugelassen. In der II. Liga Mitte hob er trotz kurzer Regenerationszeit den dominanten Ballbesitz, die Wucht in den Zweikämpfen und die breite Torschützenliste hervor – und richtete den Blick bereits fokussiert auf die nächste Aufgabe.

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Serdar beschrieb ein Spiel, das sein Team vom ersten Moment an prägte: energisches Anlaufen, viele Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte und ein kompromissloses Auftreten in den direkten Duellen. „Die Mannschaft hat gar nichts aufkommen lassen; ein möglicher Nachteil durch die kurze Erholung war nicht zu erkennen“, betonte der Trainer. Lackenbach hielt die Zügel mit langen Ballbesitzphasen fest in der Hand, der Gegner kam nach Serdars Eindruck selten in längere Passfolgen. Das Resultat: viel Druck, konsequentes Gegenpressing und sauberes Nachrücken in Umschaltmomenten.
In der Chancenverteilung sah Serdar „ein deutliches Übergewicht“ für seine Mannschaft. Die Führung besorgte Florian Schick in Minute 27 zum 1:0. Der Ausgleich zum 1:1 (40.) entsprang einem Eigenfehler im Aufbau, den Mano Gabor Miskei eiskalt nutzte. Lackenbach antwortete prompt: Lazar Cvetkovic traf noch vor der Pause (43.) zum 2:1. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hausherren im Minutentakt: David Marin stellte in der 51. Minute auf 3:1, Markus Mörk legte drei Minuten später das 4:1 (54.) nach, und Milan Hajmasi schob in der 60. Minute zum 5:1 ein. Den Schlusspunkt setzte erneut Cvetkovic mit seinem zweiten Treffer zum 6:1 (80.). Serdars Fazit: „Das Umschalten nach Ballgewinnen hat sehr gut funktioniert – man sieht es an den verschiedenen Torschützen.“ Fünf unterschiedliche Lackenbacher Schützen unterstrichen die breite Qualität in der Offensive.
Bei ruhenden Bällen sah Serdar Luft nach oben. Auch der Wind habe dazu beigetragen, dass Ecken und Freistöße häufig zu kurz oder zu lang gerieten. Ein Sonderlob verteilte er an den Unparteiischen: „Dem Schiedsrichter kann man diesmal gratulieren – er hat das sehr gut gemacht.“ Zwei sehr frühe, harte Szenen hätten aus seiner Sicht strengere Sanktionen verdient, insgesamt blieb seine Bewertung aber positiv.
Den Fokus richtete Serdar umgehend auf die nächste Aufgabe am kommenden Sonntag: Er erwartet einen Gegner aus dem Abstiegskampf, der das Tempo drosseln und über Umschaltmomente Nadelstiche setzen will. Entsprechend fordert er geschlossenes Agieren und eine sauber organisierte Restverteidigung, um Konter abzusichern und die Kontrolle auch auswärts zu behalten.