In der II. Liga Mitte traf Bad Sauerbrunn 1b auf ASK Marz – ein Abend, der für Heinz Kremser vor allem von Intensität, Zweikämpfen und einem knappen Vorsprung geprägt war. Der Trainer sprach von holprigem Untergrund, wechselseitigen Pressingphasen und weitgehend ausgeglichenen Spielanteilen, sah sein Team am Ende leicht vorne und hob Taktik, Mentalität sowie die Leistung einzelner Routiniers hervor. Zugleich musste er mehrere Ausfälle kompensieren – und verwies auf enge Momente, die das Gefühl dieser Partie prägten.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Abend begann mit hoher Schlagzahl und viel Körperlichkeit auf schwer bespielbarem Geläuf – beide Teams nahmen die Bedingungen gut an. Den Unterschied stellte Bad Sauerbrunn 1b noch vor der Pause her: In der 38. Minute traf Florian Schusser zum 1:0, mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel blieben die Zweikämpfe intensiv, dazu kam aus Kremser Sicht eine Reihe strittiger Szenen: Ein eigener Treffer zählte nach zuvor geahndetem Handspiel nicht, in der Schlussphase geriet ein Laufduell zwischen dem Marzer Torhüter und Emirhan Özdemir in den Fokus – hier wäre aus Sauerbrunner Perspektive auch ein Elfmeter vertretbar gewesen. Auf der anderen Seite wurde ein Marzer Treffer nach Foul am heimischen Keeper aberkannt. Unterm Strich, so Kremser, hatte seine Mannschaft „die Nase vorne“.
Taktisch setzten die Gastgeber auf frühes Stören. „Wir wollten den Gegner hoch attackieren. Der Platz war holprig, beim Rausspielen drohen da Fehler – das ist uns großteils gut gelungen“, erklärte Kremser. Weil beide Seiten intensiv anliefen, entwickelte sich über weite Strecken ein offenes Spiel ohne lange Ballbesitzphasen. Der Trainer sah insgesamt ausgeglichene Spielanteile mit einem leichten Chancenplus für Bad Sauerbrunn 1b – in vielen Szenen entschieden Kleinigkeiten wie Abfälschungen, Laufduelle und zweite Bälle.
Kremser zollte dem Gegner fairen Respekt: Der ASK Marz sei eine Top-Mannschaft dieser Liga, versuche von Position zu Position Fußball zu spielen und bringe in der Offensive viel Qualität mit. Gleichzeitig prägten personelle Themen die eigene Startelf: Mehrere Ausfälle – darunter Christoph Edelbauer, Abdullahi Galbed und Bence Harangozo – wurden mit Kaderspielern aus der 1a-Mannschaft kompensiert. Besonders hob Kremser den 39-jährigen Routinier Michael Stanislaw hervor, der Woche für Woche auf hohem Niveau agiere.