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USC master design Pilgersdorf – Dadi Ursman Maxell: „In Halbzeit zwei besser in den Zweikämpfen“ – 2:1-Derbycoup in Lockenhaus

SC Lockenhaus-Rattersdorf I
USC Pilgersdorf

Im Burgenland-Derby zwischen Lockenhaus-Rattersdorf und Pilgersdorf in der II. Liga Mitte rückte nach Abpfiff vor allem die Sicht von Trainer Dadi Ursman Maxell in den Fokus. Er sprach von einer „sehr passiven“ ersten Halbzeit und einer deutlich „aggressiveren“ zweiten, in der seine Mannschaft das Derby-Tempo annahm. Das 2:1 bewertete er als gerecht; strittige Szenen sah er keine – wichtiger waren ihm Umstellungen, Standards und der mentale Schub für die nächsten Aufgaben.


Abstoß: Nahaufnahme auf Ball und Schuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, Reaktion und Derbyrhythmus

Der Beginn passte zu Maxells Selbstkritik. Lockenhaus-Rattersdorf nutzte die passive Phase und ging in der 20. Minute durch Niklas Grosinger mit 1:0 in Führung. Pilgersdorf antwortete noch vor der Pause: In Minute 30 stellte Laszlo David Kun auf 1:1 – zur Halbzeit war alles offen. Entscheidend war für den Coach, dass sein Team bereits vor dem Seitenwechsel die Weichen stellte: „Kurz vor der Pause war es wichtig, dass wir diese Änderung noch gemacht haben.“ Der Derby-Charakter war unverkennbar: „Unser Derby ist immer intensiv und kampfbetont, es hat seine eigenen Gesetze. Für uns war wichtig, körperlich mitzuhalten – trotz englischer Wochen, in denen meine Mannschaft müde wirkte, verständlich nach drei Tagen in Folge von Spiel zu Spiel.“

Umstellung, Zugriff und das Standardtor

Nach dem Wiederanpfiff agierte Pilgersdorf enger, aggressiver und mit mehr Ballkontrolle. Maxell fasste die Korrekturen so zusammen: „In der zweiten Halbzeit waren wir besser, sehr aggressiv, enger am Mann und mit mehr Ballkontrolle. Die Passivität vor der Pause hat uns schnell 0:1 in Rückstand gebracht; die Umstellung kurz davor war wichtig, danach haben wir die Linie klar besprochen und es deutlich besser gemacht – so sind wir 2:1 in Führung gegangen.“ Passend dazu fiel der Siegtreffer nach einem ruhenden Ball: In der 58. Minute verwertete Soma Tibor Takacs einen Standard zum 2:1. „Offensiv bei Standards gehören wir sicher zu den Stärkeren – das haben wir gut gemacht. Defensiv hatten wir phasenweise Probleme; daran müssen wir arbeiten und es im Training umsetzen, dann wird das passen“, ordnete Maxell ein.

Intensität ohne Aufreger – und klare Botschaften fürs Nächste

Trotz hoher Intensität blieb die Partie aus seiner Sicht ohne größere Aufreger: „Nein, im Großen und Ganzen war überhaupt keine.“ Den Blick richtete er sofort nach vorn: „Wir haben jetzt zwei Siege hintereinander, die Mannschaft hat ein kleines Selbstvertrauen bekommen. Zu Hause, in unserer Situation, müssen wir von Spiel zu Spiel denken und in jedem Spiel unser Bestes geben – dann stehen wir am Ende besser da.“ Zwischen Selbstkritik an der ersten Halbzeit, dem Stolz auf die Reaktion nach der Pause und dem nüchternen Umgang mit der Belastung zeichnete Maxell so das Stimmungsbild eines Derbytages: physisch fordernd, taktisch nachjustiert, mental mit Rückenwind – und ohne Raum für Ausreden.

II. Liga Mitte: Lockenhaus/Rattersdorf I : USC Pilgersdorf - 1:2 (1:1)

  • 58
    Soma Tibor Takacs 1:2
  • 30
    Laszlo David Kun 1:1
  • 20
    Niklas Grosinger 1:0

 

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