Nach dem 4:2 von ASK Marz gegen ASKÖ Waldquelle Kobersdorf in der II. Liga Mitte ordnet Trainer Gerald Linshalm die Partie mit klaren Worten ein. Er spricht von Dominanz, reifem Ballbesitz und einer Mannschaft, die sich die besseren Gelegenheiten erarbeitete – bei allem Respekt vor der Hartnäckigkeit des Gegners. Zwischen Zufriedenheit über den Auftritt und dem Blick auf Details, „die noch gefehlt haben“, entsteht ein nüchternes, aber positives Stimmungsbild rund um diesen Abend.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Linshalm bewertet den Verlauf als folgerichtig und betont, dass sein Team die Kontrolle über weite Strecken hatte. Seine Einordnung fällt deutlich aus: „Absolut. Wir hatten über den größten Teil des Spiels den größeren Ballbesitz. Wir wussten dass wir Kobersdorf nicht zu viel Spielen lassen dürfen. Eine starke Mannschaft. Kobersdorf muss man auch anrechnen, dass sie sich bis zum Schluss nie aufgegeben haben und vor allem in der zweiten Halbzeit zu einigen Halbchancen gekommen sind.“ Beim Blick auf die klaren Möglichkeiten wird er konkret: Auf Marzer Seite waren es inkl. Toren in etwa fünf bis sechs große Torchancen, auf Kobersdorfer Seite ein paar weniger . Auch wenn Marz das aktivere Team stellte, honoriert der Coach die Widerstandsfähigkeit der Gäste – insbesondere nach der Pause, als sie mehr Präsenz im letzten Drittel entwickelten. Der Stabilitätsfaktor lag für ihn in der Verbindung aus ruhiger Ballzirkulation und der Entschlossenheit, am Ende die gefährlicheren Situationen zu kreieren. Linshalm ergänzte: "Wir waren 2x dem Spielverlauf entgegen 2x in Rückstand, konnten aber sofort immer wieder zurückschlagen. Die Art und Weise an unser Spiel weiter zu glauben hat mir sehr gut gefallen"
Ein zentrales Motiv des Abends waren die ruhenden Bälle. Linshalm unterstreicht: „Wir konnten zwei Elfmeter verwerten; der Gegner erzielte durch Tamas Szabo ein überragendes Freistoßtor zum 0:1. Gratulation an dieser Stelle an den Top Stürmer der Gäste. In der zweiten Halbzeit hätten wir per Kopfball nach einem Corner noch nachlegen können. Standardsituationen waren also ein Thema dieses Spiels.“ In der Chronologie ragten einige Schlüsselszenen heraus: Für Kobersdorf brachte Tamas Szabo sein Team in Minute 27 per Freistoß mit 0:1 in Front und stellte kurz nach Wiederbeginn in Minute 48 auf 1:2. Marz antwortete früh und entschlossen: Ciprian-Florin Brata glich in Minute 32 zum 1:1 mit einem Halbvolley-Hammer aus und drehte die Partie mit weiteren Treffern in der 51. und 54. Minute auf 2:2 und 3:2 (jeweils Elfmeter – ein Dreierpack, der dem Spiel die Richtung gab. Spät setzte Jawad Nabavi, nach starker Lesitung in Halbzeit zwei, in Minute 85 den Schlusspunkt zum 4:2. Zwischen diesen Markierungen blieb die Begegnung offen genug, um hoch fokussiert bleiben zu müssen – auch, weil Kobersdorf, wie vom Coach hervorgehoben, nie aufgab. In genau dieser Phase zahlte sich der leidenschaftliche Einsatz aller Spieler sowie dass zum Teil ruhige Positionsspiel aus: Standards wurden genutzt, Übergänge präziser, und im Strafraum stieg die Konsequenz in den nötigen Szenen.
Über die Spielanlage sagt Linshalm: „In diesem Spiel stand die Technik im Vordergrund, da beide Mannschaften versucht haben, Fußball zu spielen und über Kombinationsspiel zum Erfolg zu kommen.“ Entsprechend verortet er auch die Emotionalität am Platz: „Mir sind keine extrem strittigen Situationen im Kopf.“ Das unterstreicht den fairen, von Spielideen geprägten Charakter dieser Begegnung. Den Blick nach vorne richtet Linshalm ohne Pathos, aber mit klarer Aufgabe: „Wie jede Woche wartet nun ein schwieriges Auswärtsspiel. Wir kennen Gegner und Platz und werden uns bestmöglich vorbereiten, um Punkte mitzunehmen und die Aspekte, die uns gegen Kobersdorf noch gefehlt haben, weiter zu verbessern.“ Es ist ein Fazit ohne Überschwang, aber mit Substanz: Das Team bewies Kontrolle und Effizienz in den entscheidenden Momenten, blieb seiner spielerischen Linie treu und nahm aus einem intensiven und temporeichen Abend klare Ansatzpunkte für die nächste Aufgabe mit. Man bleibt damit weiter in den Top 4 und kann trotz der vielen Ausfälle und nötigen Umstellungen der letzten Wochen, den Abstand auf das Tabellenmittelfeld ausbauen. "Wir sind glücklich immer mehr jungen Spielern für ihre Entwicklung Einsatzzeit geben zu können, und ihnen mit den routinierten Spielern aber die Stabilität geben, um auch gute Ergebnisse zu erzielen. Das ist unser Weg, so kann es weiter gehen" ergänze Linshalm zum Schluss.