In einem von Härte und hoher Laufbereitschaft geprägten Duell zwischen Bad Sauerbrunn 1b und USC master design Pilgersdorf in der II. Liga Mitte sprach Trainer Heinz Kremser von einer Partie mit offenem Visier, in der seine Elf das bessere Ende erwischte. Er hob die disziplinierte Arbeit bei Standards hervor, sah ein leichtes Plus im Ballbesitz und ein Chancenplus – und betonte zugleich die Qualität des Gegners, der sich nicht versteckte und mehrere brenzlige Momente erzwang.

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„Es war ein von Zweikämpfen geprägtes Spiel. Pilgersdorf hat sich nicht versteckt. Es war ein ständiges Hin und Her, und wir hatten am Schluss die Nase vorn.“ Der Auftakt passte aus Sicht der Gastgeber: In Minute 5 traf Jozef Rejdovian per präzisem Flachschuss ins Eck zum 1:0 und setzte das erste Ausrufezeichen. Kurz darauf musste Bad Sauerbrunn 1b durchschnaufen – in der zehnten Minute wurde eine missglückte Kopfballrückgabe noch vor der Linie bereinigt. Pilgersdorf blieb dran und zwang die Heimelf später zu einer weiteren Großchance gegen sich, der Ball strich knapp am langen Eck vorbei. Mit 1:0 ging es in die Pause.
Kremser legte den Fokus auf Disziplin und Standardschutz – und fand dafür lobende Worte: „Wir wussten, dass Pilgersdorf bereits vier Siege im Frühjahr verbuchen konnte und nicht wie ein Letztplatzierter spielt. Wir haben uns gut vorbereitet, eine saubere Zuordnung gefunden, vor allem bei Standards, wo sie immer gefährlich waren.“ Auch beim Ballbesitz sah er ein leichtes Übergewicht: „Vielleicht fünfundfünfzig zu fünfundvierzig Prozent für uns.“ Nach Wiederbeginn verschaffte sich Bad Sauerbrunn 1b zusätzlich Luft: In der 49. Minute erhöhte Timo Marzi auf 2:0 und unterstrich damit den stabilen Auftritt nach der Pause.
Einzelleistungen wollte Kremser nicht herausheben: „Ich möchte das ganze Team loben. Es war eine gute Gesamtleistung.“ Die physische Note der Partie fasste er knapp zusammen: Beide Teams spielten mit offenem Visier auf hartem Boden. Spät fiel die endgültige Entscheidung, als Florian Schusser in der 87. Minute den Schlusspunkt zum 3:0 setzte – sinnbildlich für einen Auftritt, der im eigenen Stadion weiter Selbstvertrauen schafft. Den Kontext ordnete Kremser klar ein: „Das war jetzt der fünfte Sieg im fünften Heimspiel. Leider waren wir auswärts noch nicht erfolgreich. Wir wollen uns bemühen, dass wir beim nächsten Auswärtsspiel in Schattendorf endlich auch auswärts punkten können.“