In der II. Liga Mitte kassierte der SV Rohrbach beim ASKÖ Waldquelle Kobersdorf eine 1:3-Niederlage. Rohrbach war laut Trainer Hannes Friesenbichler über weite Strecken das aktivere Team, ließ Chancen um Chancen liegen und scheiterte zudem an einem starken Heimkeeper. Kobersdorf traf vor der Pause durch Attila Szabados, legte nach Seitenwechsel eiskalt nach. Für Rohrbach traf spät Patrick Landl – zu spät für eine Wende.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die Gäste nahmen das Heft früh in die Hand und erspielten sich laut Coach gleich mehrere Top-Möglichkeiten. „Wir waren von Beginn an sehr dominierend, hatten in den ersten 15 bis 20 Minuten drei hundertprozentige Chancen inklusive eines verschossenen Elfmeters“, schilderte Hannes Friesenbichler. Der ersehnte Lohn blieb jedoch aus – und dann setzte es den Rückschlag: In Minute 41 staubte Attila Szabados für Kobersdorf zum 1:0 ab. „Wir sind dann unglücklich 0:1 in Rückstand geraten und so in die Pause gegangen“, so der Rohrbach-Trainer. Für den Tabellenführer war das bitter, weil er bis dahin mehr vom Spiel hatte, nach vorn mutig auftrat und die Hausherren kaum aus der eigenen Hälfte ließ – nur das Tor fehlte.
Der Wiederbeginn brachte genau das, was Rohrbach vermeiden wollte: Das schnelle 2:0. Bereits in Minute 48 traf Tamas Szabo, nachdem die Gäste hinten einmal nicht konsequent genug waren. „Wir haben gleich nach drei Minuten das 2:0 hinnehmen müssen, da haben wir einfach schlecht verteidigt“, ärgerte sich Friesenbichler. Dennoch blieb seine Elf am Drücker, kombinierte sich immer wieder in den Strafraum – doch Kobersdorfs Tormann erwischte „einen unglaublichen Tag“ und parierte sensationell. Als Rohrbach weiter auf den Anschluss drückte, setzte Kobersdorf den nächsten Stich: In der 74. Minute schnürte Attila Szabados per Konter das 3:0. „Das hat uns kurz geknickt, aber wir haben uns rasch gefangen und unser Spiel fortgesetzt“, betonte der Coach und verwies zugleich auf die gnadenlose Effizienz der Gastgeber: „In Wahrheit hatten sie drei Chancen und machten drei Tore.“
Aufgegeben hat Rohrbach nie. Der Aufwand wurde immerhin spät belohnt: In der 92. Minute verkürzte Patrick Landl auf 1:3. Mehr war nicht drin, obwohl die Gäste laut Friesenbichler „sieben, acht Top-Chancen“ vorfanden: „Normal musst du daraus fünf Tore erzielen. Das ist uns an dem Tag nicht gelungen – deswegen geht die Niederlage in Ordnung.“ Wo das Spiel verloren ging, machte er deutlich: „Wir haben unsere Großchancen nicht genutzt und waren defensiv zu inkonsequent.“
Lob gab es für den Gegner („defensiv sehr gut gestanden, wenig Platz gelassen“) und für das Schiedsrichtergespann, das „tadellos“ leitete. Trotz Rückschlag bleibt der Anspruch hoch: Rohrbach mischt weiterhin ganz oben mit, und Friesenbichler gibt die Marschroute aus: „Wir werden weiterarbeiten, weiter Gas geben und schauen, dass wir am Ende des Jahres ganz oben stehen.“