In der II. Liga Mitte feierte der SC Neudörfl einen späten 2:1-Heimsieg gegen den ASK Neutal. Nach frühem Chancenfeuerwerk und der 1:0-Führung per Elfmeter glich Neutal noch vor der Pause aus. Trotz Gelb-Rot in Minute 65 blieb Neudörfl am Drücker – und Benedek Tanyi entschied die Partie in der 90. Minute. Trainer Peter Benes sagte: "Die Mannschaft hat bis zum Schluss daran geglaubt."

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Neudörfl erwischte den deutlich besseren Start und drückte Neutal in den ersten Minuten tief hinten rein. Peter Benes schilderte: "Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und hatten in den ersten 15 Minuten fünf sehr gute Chancen, da muss man eigentlich zwei Tore machen." Belohnt wurde das Anrennen wenig später vom Punkt: Nach einem Strafstoß stellte Emil Haladej in Minute 24 auf 1:0. "Kurz darauf haben wir einen Elfmeter zugesprochen bekommen, der zum 1:0 geführt hat", so Benes. Neutal blieb jedoch im Spiel und glich noch vor der Pause aus. "Leider hat Neutal vor der Pause nach einer Unachtsamkeit bei einer Flanke den Ausgleich erzielt", ärgerte sich der Coach. Jahe Berbati wurde in der 38. Minute als Torschütze notiert – mit diesem 1:1 ging es auch in die Kabinen.
Nach dem Wechsel blieb Neudörfl das aktivere Team. Benes lobte: "In der zweiten Halbzeit waren wir die überlegene Mannschaft, wir haben sehr guten Angriffsfußball gezeigt und den Gegner immer wieder in Bedrängnis gebracht." Der Auftritt war reif, die Wege nach vorn klar – einzig das Tor fehlte noch. "Wir hätten auch schon vor dem Siegestreffer treffen können", meinte der Trainer. Dann der Dämpfer: "In der 65. Minute haben wir eine Gelb-Rote Karte bekommen und waren somit in Unterzahl." Statt zu wanken, legte die Heimelf in Sachen Arbeit gegen den Ball und Mut nach vorn sogar zu. "Die Mannschaft hat bis zum Schluss daran geglaubt", betonte Benes – und wurde in Minute 90 belohnt, als Benedek Tanyi das 2:1 fixierte. "Wir haben es schlussendlich auch geschafft – und ich denke, auch verdient", fasste Benes erleichtert zusammen.
Geprägt war die Partie auch von Neutals klarer Ausrichtung. "Der Gegner hat über das gesamte Spiel mit hohen Bällen auf seine große Nummer elf operiert", erklärte Benes. Seine Mannschaft ließ davon über weite Strecken wenig zu: "Bis auf das Gegentor haben wir das sehr gut verteidigt." Besonders hob der Coach den Schlussmann hervor: "Unser ganz junger Tormann Max Polanz, der mit 16 Jahren sein Debüt in der Kampfmannschaft gegeben hat, hat eine tolle Leistung abgeliefert." Dabei war Neudörfl stark ersatzgeschwächt. "Wir waren mit fünf Stammspielern sehr ersatzgeschwächt, und auch der zweite Tormann ist krankheitsbedingt ausgefallen", so Benes.
Für die kommenden Wochen hat er einen klaren Plan: "Die jungen Spieler sollen mehr Ballsicherheit bekommen und sich mehr zutrauen – darauf legen wir im Training den Fokus." Zu Neutal fand er respektvolle Worte: "Neutal ist grundsätzlich eine gute Mannschaft und für mich unverständlicherweise am vorletzten Tabellenplatz. Sie haben uns bis zum Schluss gefordert. Ich wünsche ihnen alles Gute, dass sie den Nichtabstieg schaffen." Zur Schiedsrichterleistung äußerte er sich nüchtern: "Die erste Gelbe auf unserer Seite war absolut nicht zu geben, die zweite, die zu Gelb-Rot geführt hat, kann man geben. Es war ein neuer, junger Schiedsrichter – wir sagen da nicht zu viel dazu. Wir freuen uns über den Sieg, das ist das Entscheidende."