In der II. Liga Mitte feierte der ASK Neutal gegen den SV Rohrbach einen hart erkämpften 1:0-Heimsieg. Das Goldtor fiel per Elfmeter, danach verteidigten die Gastgeber ihren Vorsprung mit viel Einsatz und Disziplin. Trainer Dieter Komanovits sprach von einem „glücklichen, aber durchaus verdienten Sieg“, der dem abstiegsbedrohten Team im Kampf um den Klassenerhalt neuen Schwung geben soll. Rohrbach hatte mehr vom Ball, fand aber gegen den kompakten Block der Neutaler über weite Strecken keine Lösung.

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Neutal legte den Fokus von Beginn an auf Stabilität und Umschalten – genau so hatte es Trainer Dieter Komanovits vorgesehen. „Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben unseren Matchplan umgesetzt. Wir waren eher defensiv orientiert, Rohrbach hat das Spiel gemacht und wir haben auf Umschaltsituationen gewartet“, erklärte er. Früh bot sich die große Chance, als Berbati allein auf den Tormann zulief – sie blieb ungenutzt. Kurz darauf klappte es doch: „Wieder ein weiter Ball auf Berbati, er wurde im Sechzehner gelegt, und Michael Reiszner hat den Elfer zum entscheidenden 1:0 verwandelt.“ Der Treffer fiel in Minute 25, zur Pause stand es 1:0. Danach rückte die Abwehrarbeit in den Mittelpunkt: „Wir haben das Ergebnis verwaltet, sehr gut verteidigt und relativ wenig zugelassen. In Summe ein glücklicher, aber durchaus verdienter Sieg.“
Nach dem Seitenwechsel hatte Rohrbach noch mehr Ballbesitz, doch der Auftritt blieb laut Komanovits berechenbar. „Rohrbach war feldüberlegen, konnte damit aber relativ wenig anfangen. In der zweiten Halbzeit haben sie viele hohe Bälle nach vorne gespielt, die unsere Abwehr sehr gut verteidigt hat.“ Den Umschwung im Gefühl verortete der Coach deutlich: „Ab der 70. Minute, speziell nach der gelb-roten Karte für Rohrbach, hatte ich das Gefühl, dass wir den Vorsprung über die Zeit bringen.“ Einzelne Spieler wollte er nicht herausheben: „Ich möchte heute niemanden hervorheben. Wir haben endlich eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt, unsere Fehler minimiert und am Ende verdient gewonnen.“ Damit blieb Neutal im eigenen Plan: kompakt stehen, Nadelstiche setzen – und im Finish die Nerven behalten.
Auch zur Spielleitung fand Komanovits deutliche Worte – positive. „Der Schiedsrichter hatte das Spiel hervorragend im Griff. Der Elfmeter war klar, und die gelb-rote Karte war vertretbar – zwei Fouls, beide gelbwürdig.“ Sportlich blickt Neutal trotz des Coups gegen einen Spitzenklub weiter nach vorne.
In der Tabelle steckt die Mannschaft im Abstiegskampf und weiß um die eigenen Hausaufgaben. „Wir müssen definitiv an unserer Chancenauswertung arbeiten. Dann haben wir die Möglichkeit, weitere Siege einzufahren und in der Liga zu bleiben. Die nächsten Partien werden entscheiden, ob wir uns aus der Abstiegszone lösen können oder nicht. Es wartet noch viel Arbeit auf uns.“