Spielberichte

Robert Serdar (Trainer SV Lackenbach): "Wir waren zielstrebiger und hatten Spielglück"

SV Lackenbach
SC Neudörfl

Ein intensiver Abend in der II. Liga Mitte: Der SV Lackenbach rang den SC Neudörfl zuhause mit 3:2 nieder, führte zur Pause 2:0 und brachte den knappen Vorsprung nach einer wilden Schlussphase über die Zeit. Trainer Robert Serdar sprach von „Moral“ und „Zielstrebigkeit“ als Schlüssel, verwies aber auch auf die knappe Regeneration seines Teams. „Am Ende haben wir das irgendwie heimgebracht“, atmete er nach dem Schlusspfiff hörbar durch.


Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

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Lackenbach nutzt seine Phasen – 2:0 zur Pause

Von Beginn an entwickelte sich ein offenes Spiel mit viel Vorwärtsdrang auf beiden Seiten – so schilderte es Serdar. „Beide Mannschaften haben mit viel Vorwärtsdrang gespielt“, sagte er, „uns ist es in der ersten Halbzeit mit den zwei Treffern vielleicht ein bisschen besser gelungen.“ Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase schlug Lackenbach eiskalt zu: Roland Szabo stellte in Minute 36 auf 1:0, Milan Hajmasi legte nur vier Minuten später zum 2:0 (40.) nach. Bis dahin hatten die Hausherren mehr vom Spiel, suchten den kontrollierten Aufbau und blieben geduldig. „Wir hatten viel Ballbesitz in gewissen Phasen und sind mit gutem Tiefgang gekommen“, fasste der Coach zusammen. Mit der komfortablen Führung ging es in die Kabinen.

Anschluss bringt Hektik – Csire setzt den Konter-Stich

Die zweite Hälfte begann ähnlich wie der erste Durchgang: viel Tempo, beide suchten den Weg nach vorne. Dann brachte ein selbst verschuldeter Fehler die Gäste zurück ins Spiel. „Der Anschlusstreffer war selbst verschuldet“, ärgerte sich Serdar über das 2:1 durch Yusuf Borazancioglu in der 68. Minute. Mit dem Tor wurde es fahriger, nicht unfair, aber wild – und es schlichen sich beidseitig Ungenauigkeiten ein. „Dann ist’s ein bissl hektisch geworden in beide Richtungen“, so der Trainer, der in dieser Phase „drei bis vier Stangenschüsse“ der Neudörfler registrierte. Erst mit mehreren Wechseln kam wieder Ruhe ins Lackenbacher Spiel. Der nächste Nadelstich gehörte dennoch den Heimischen: Nach einer Doppelstange der Gäste konterte Lackenbach, und Adam Csire stellte in der 79. Minute auf 3:1 – ein Treffer, den Serdar ausdrücklich lobte: „Er dreht stark auf, geht eins gegen eins auf den Tormann und schiebt trocken ein.“ Neudörfl gab nicht auf und verkürzte erneut durch Borazancioglu (82.) auf 3:2. In einer langen Nachspielzeit – „es wurde bis zur 96. Minute gespielt“ – verteidigten die Heimischen den Sieg entschlossen.

Moral, Frische und ein fairer Abend – Serdars Einordnung

Wenn Serdar den Unterschied erklären soll, kommt er ohne große Theorie aus. „Die Moral der Mannschaft war absolut hervorzuheben“, sagte er, „wir haben gemeinsam probiert, das Spiel zu Ende zu bringen.“ Gleichzeitig sah er Gründe für den schwereren Gang nach der Pause: „Wir hatten nur kurze Regenerationszeit, daher war in Hälfte zwei ein bisschen die Luft draußen, Neudörfl war frischer.“ In Summe aber zählte die Effizienz. „Wir waren zielstrebiger und hatten das nötige Spielglück. Unsere Situationen haben wir genutzt, der Gegner seine zwei sehr guten nicht“, so der Coach.

Den Kontrahenten würdigte er als starke Truppe, die Platz drei verdient. Ein Wort noch zum Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war sehr unauffällig, hat das seriös runtergepfiffen. Es war sehr fair – wir haben, glaube ich, die einzige Gelbe bekommen.“ Als Tabellenführer geht Lackenbach mit breiter Brust in die restlichen Runden.

II. Liga Mitte: Lackenbach : Neudörfl - 3:2 (2:0)

  • 82
    Yusuf Borazancioglu 3:2
  • 79
    Adam Csire 3:1
  • 68
    Yusuf Borazancioglu 2:1
  • 40
    Milan Hajmasi 2:0
  • 36
    Roland Szabo 1:0

 

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