Auswärtsstarker Auftritt in der II. Liga Mitte: Der SV Oberloisdorf unterlag dem SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf mit 2:5 (0:3). Die Gäste legten früh los, kontrollierten weite Strecken und entschieden die Partie rund um die Pause. Trainer Christian Kodydek sprach anschließend von einem „hoch verdienten“ Erfolg, lobte die Effizienz und die rechte Seite seiner Mannschaft – und blieb trotz zweier später Gegentore gelassen: „Bei 5:0 kann man auch einen strittigen Elfer verschmerzen.“

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Kaum war angepfiffen, lag der Ball schon im Oberloisdorfer Tor: In Minute 3 stellte Martin Haider auf 0:1 und gab damit die Richtung vor. „Es war das erwartete schwere Spiel, zu Hause haben sie einen sehr kleinen Platz und überbrücken das Mittelfeld fast nur mit hohen Bällen“, erklärte Christian Kodydek. Seine Elf ließ sich davon nicht beeindrucken, kombinierte sauber von hinten weg und blieb vor dem Tor eiskalt. Thorsten Lang erhöhte in der 30. Minute auf 0:2, kurz vor der Pause legte Simeon Ronald Habeler das 0:3 nach (44.). „Wir haben speziell in der ersten Halbzeit richtig guten Kombinationsfußball gespielt und waren sehr effizient“, so Kodydek. Die Pausenführung sei „vielleicht einen Deut zu hoch, aber definitiv hoch verdient“ gewesen – auch, weil ZSP über die rechte Seite immer wieder durchkam.
Der Gast blieb auch nach Wiederbeginn am Drücker. Nur zwei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da stellte Thorsten Lang nach vergebener Chance der Hausherren bereits auf 0:4 (47.). Kodydek hob dabei eine Szene hervor: „Unser Stürmer hat beim Cornerfahnl den Ball dem Tormann abgeluchst und dann super auf Thorsten Lang weitergeleitet. Der hat blitzschnell geschaltet und das vierte Tor gemacht.“ Mit diesem Start nach der Pause war der Widerstand der Heimelf praktisch gebrochen. In der 60. Minute sorgte erneut Martin Haider für das 0:5. „Über unsere rechte Angriffsseite haben wir Oberloisdorf vor extreme Probleme gestellt – sie konnten es überhaupt nicht verteidigen“, sagte der Trainer. Dazu passte seine Gesamtbilanz: „Die Chancenverwertung war top. Wir hätten vielleicht noch das eine oder andere Tor mehr machen können.“
Oberloisdorf kam in der Schlussphase noch zu Ergebniskosmetik: Zoltán Ferdinánd Ferencz traf in der 74. Minute zum 1:5 und legte in Minute 84 das 2:5 nach. Aus Sicht von Kodydek ging einem der Treffer ein harter Pfiff voraus: „Der Elfmeter gegen uns war sehr hart, aber bei 5:0 kann man das verschmerzen.“ Viel änderte das am Gesamtbild nicht. „Der Gegner hat speziell in den ersten 60 Minuten kaum etwas fürs Spiel gemacht, außer hohe Bälle. Das haben wir auf dem kleinen Platz gut wegverteidigt. Bei einem Stangentreffer hatten wir auch das nötige Glück.“ In den letzten 20 Minuten seien beiden Teams die Kräfte ausgegangen, „das war dann fast nicht mehr anzuschauen“. Der Blick nach vorne fällt positiv aus: ZSP liegt in der Tabelle auf Rang vier, Oberloisdorf im stabilen Mittelfeld. „Ich bin wirklich stolz auf mein Team“, betonte Kodydek. „Wie wir jetzt zweimal auswärts hintereinander aufgetreten sind – da ziehe ich den Hut.“