Später Dämpfer in der II. Liga Mitte: Der SV Draßmarkt und ASKÖ Waldquelle Kobersdorf trennten sich 1:1. Nach torloser erster Hälfte brachte Máté Schmaler die Hausherren in der 70. Minute in Front, ehe Stefan Schwarz in der 90.+4 noch ausglich. An der Seitenlinie stand laut Ex-Coach Philipp Schordje bereits Co-Trainer Matthias Eckhardt, denn Schordje wurde nach dem Spiel gegen Zemmendorf abgelöst – kommentieren wollte er die Partie daher nicht.

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Die Partie brauchte Zeit, um Fahrt aufzunehmen. Bis zur Pause fiel kein Treffer, das 0:0 zur Halbzeit passte zu einer umkämpften, aber chancenarmen ersten Phase. Nach dem Seitenwechsel kam der ersehnte Befreiungsschlag für die Heimischen: In der 70. Minute stellte Máté Schmaler auf 1:0 und brachte Draßmarkt in eine ordentliche Ausgangslage für die Schlussphase. Von da an lag lange ein Heimsieg in der Luft, denn die Gastgeber verteidigten das Ergebnis bis weit in die Nachspielzeit. Doch Kobersdorf blieb dran und nutzte seine späte Möglichkeit: In der 90.+4 traf Stefan Schwarz zum 1:1. Damit stand am Ende eine Punkteteilung, die sich aus dem Spielverlauf erklärt, weil der Gast bis zum letzten Angriff nicht lockerließ.
Rund um die Partie stand am Draßmarkter Fußballplatz ein Thema im Mittelpunkt: der Trainerwechsel. Philipp Schordje machte im Gespräch klar, warum er das 1:1 nicht sportlich einordnen wollte: „Ich kann zum Spiel nichts sagen. Ich bin seit dem letzten Spiel gegen Zemmendorf meiner Aufgaben enthoben worden und nicht mehr Trainer des SV Draßmarkt.“ Zur Besetzung an der Linie erklärte er: „Soweit ich weiß, hat am Sonntag mein damaliger Co-Trainer Matthias Eckhardt das Spiel übernommen. Über die weitere Vorgehensweise des Vereins weiß ich leider nichts Genaues.“ Seine Worte zeigen, dass die Mannschaft kurzfristig mit neuen Zuständigkeiten zurechtkommen musste. Schordje blieb dabei sachlich, ohne Nachtreten – der Blick nach vorn war ihm wichtiger als eine Debatte über das Wie und Warum.
Sportlich könnte das Remis noch Gewicht bekommen. Draßmarkt rangiert mit 30 Punkten auf Platz 14, Kobersdorf hält bei 39 Zählern und Platz 7 – beides Zahlen, die den Charakter der Aufgabe zeigen. Gerade deshalb klang Schordjes Wunsch an seine Ex-Truppe sehr ehrlich: „Ich wünsche der Mannschaft, dass sie den Abstieg verhindern. Es war ein Traum, mit allen Spielern zusammenzuarbeiten.“ Gleichzeitig ordnete er seine Trennung ein: „Vielleicht war die Erwartungshaltung der Vereinsführung nicht dieselbe, die ich gesehen habe. Alles Gute dem SV Draßmarkt – manchmal trennen sich Wege, und das ist in Ordnung so.“ Für seine eigene Zukunft ließ er keinen Zweifel: „Derzeit habe ich keinem Verein zugesagt. Es ist mein absolutes Bestreben, gleich weiterzuarbeiten. Das Feuer brennt wie vorher in mir, ich möchte spätestens ab Sommer eine neue Aufgabe annehmen – vielleicht auch schon früher.“ Damit steht fest: Der Punkt gegen Kobersdorf tut Draßmarkt im Kampf um jeden Zähler gut, und Schordje bereitet bereits den nächsten Schritt in seiner Laufbahn als Trainer vor.