In der II. Liga Mitte lieferte der SV Schattendorf dem ASKÖ Waldquelle Kobersdorf ein offenes Spiel, zog am Ende aber mit 2:3 den Kürzeren. Nach früher Führung durch Leon Koch drehte Kobersdorf die Partie noch vor der Pause, Schattendorf kam nach der Halbzeit zurück, ehe Jürgen Kalbacher die Gäste erneut nach vorne brachte. Obmann Alexander Bernhardt sprach von einem „ausgeglichenen Spiel“ und meinte: „Kobersdorf war um dieses eine Tor glücklicher.“

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Schattendorf erwischte vor heimischem Publikum den besseren Moment: Leon Koch stellte in Minute 13 auf 1:0 und sorgte dafür, dass die Gastgeber zunächst die Trümpfe in der Hand hatten. Laut Alexander Bernhardt blieb es aber ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten: „Es war über neunzig Minuten ein sehr offenes Spiel.“ Kobersdorf antwortete noch vor der Pause eiskalt – Tamas Szabo traf in der 30. und 33. Minute doppelt und drehte das Match zum 1:2. Nach dem Seitenwechsel legte Schattendorf zu. „In der zweiten Halbzeit war unsere Mannschaft besser und hat verdient den Ausgleich gemacht“, sagte Bernhardt. Der Ausgleich fiel in der 55. Minute, als Julian Salamon per Kopf zum 2:2 traf. Doch die Freude hielt nicht lange. Sechs Minuten später stellte Jürgen Kalbacher auf 2:3. Bernhardt ordnete den Knackpunkt klar ein: „Dann war es schwer für die junge Truppe, noch einmal zurückzukommen.“
Schattendorf musste zum 100-Jahr-Wochenende umbauen. „Aufgrund von Verletzungen und Sperren haben fünf bis sechs potenzielle Stammspieler gefehlt“, erklärte Obmann Bernhardt. Das Team wurde verjüngt, viele Talente erhielten Verantwortung – ein bewusstes Zeichen an diesem besonderen Vereinswochenende. „Es war wichtig, dass viele junge Spieler zum Einsatz kamen – neun wahrhafte Schattendorfer hatten Minuten.“ Die Folge der Umstellungen war aus seiner Sicht spürbar: „Die Automatismen haben nicht so gegriffen wie in den letzten Wochen.“ Gleichzeitig betonte er die Reaktion nach der Pause: „Vom Einsatz, insbesondere in der zweiten Halbzeit, kann ich niemandem etwas vorwerfen.“ Dass die Mannschaft nach dem Ausgleich weiter nach vorne spielte, passte zur mutigen Herangehensweise – belohnt wurde es an diesem Abend aber nicht.
Für Bernhardt lag der Unterschied weniger in der Spielanlage, sondern in der Effizienz in entscheidenden Momenten. „Im Grunde war es ein ausgeglichenes Spiel, Kobersdorf war um dieses eine Tor glücklicher“, hielt er fest. Den Gästen zollte er Respekt: „Kobersdorf hat eine sehr starke Offensive und ein gutes Positionsspiel gehabt und uns damit das Leben schwer gemacht.“ Zur Leitung des Unparteiischen blieb der Ton sachlich, auch wenn es Diskussionsstoff gab: „Wir befinden uns in einem Fehlersport, Fehler passieren. Grenzwertige Situationen wurden an diesem Tag eher für Kobersdorf gepfiffen.“ Unterm Strich steht für Schattendorf trotz couragierter Leistung eine 2:3-Niederlage – mit dem Gefühl, dass an diesem Abend auch ein Punkt möglich gewesen wäre.