Zum Auftakt der II. Liga Mitte hat sich ASK Weppersdorf am Freitagabend mit 2:0 gegen USC master design Pilgersdorf durchgesetzt. Aus Sicht der Gäste waren vor allem die verpassten Chancen in der Anfangsphase und das Gegentor kurz vor der Pause entscheidend. Obmann Thomas Schlögl sah seine Mannschaft zunächst mit den besseren Möglichkeiten, musste nach dem Seitenwechsel aber anerkennen, dass der Heimsieg wegen der stärkeren zweiten Hälfte der Gastgeber in Ordnung ging.

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Thomas Schlögl ärgerte sich nach Schlusspfiff vor allem über jene Phase, in der der USC Pilgersdorf die Partie aus seiner Sicht auf die eigene Seite hätte ziehen können. „Die erste Hälfte war ausgeglichen, aber wir hatten die klar besseren Tormöglichkeiten“, sagte der Obmann. Er sprach dabei nicht von irgendeiner Druckphase, sondern nannte auch konkrete Möglichkeiten: zwei Kopfbälle und einen Stangenschuss. Gerade in der ersten halben Stunde seien genug Chancen da gewesen, um in Führung zu gehen. „Wenn uns da ein Tor gelungen wäre, wäre das Match vielleicht anders verlaufen“, meinte Thomas Schlögl. Genau dieser Gedanke zog sich durch seine Analyse, weil Pilgersdorf in dieser Phase zwar im Spiel war, sich für den Aufwand aber nicht belohnen konnte. So blieb es vorerst beim 0:0, obwohl die Gäste nach Darstellung ihres Obmanns die klareren Aktionen hatten.
Der Knackpunkt kam dann aus Sicht des USC Pilgersdorf zu einem ganz ungünstigen Zeitpunkt. Kurz vor der Halbzeit brachte Andreas Krutzler den ASK Weppersdorf mit 1:0 in Führung, und genau dieses Gegentor wog für die Gäste besonders schwer. „Entscheidend war das 1:0 kurz vor der Halbzeitpause. Das drückt natürlich auf die Moral, wenn man mit einem Tor im Rückstand in die Pause geht“, sagte Thomas Schlögl. Nach dem Seitenwechsel habe seine Mannschaft zwar alles versucht, um noch einmal zurückzukommen, gleichzeitig sei sie dabei aber anfällig geworden. „Wir haben dann alles versucht, um ein Tor zu machen. Leider waren wir bei Kontern sehr anfällig“, erklärte er. Viel mehr als ein paar Schüsse und einen gefährlichen Kopfball habe Pilgersdorf danach nicht mehr zustande gebracht. Auf der anderen Seite kam der ASK Weppersdorf in Halbzeit zwei laut Schlögl zu mehr Chancen und legte in der 88. Minute durch David Gera das 2:0 nach. Deshalb fiel das Fazit des Obmanns am Ende klar aus: „Von den Chancen her war der Gegner in der zweiten Halbzeit besser und hatte mehr Torchancen. Natürlich geht der Sieg für ASK Weppersdorf völlig in Ordnung.“
Neben den ungenutzten Möglichkeiten und dem Gegentor kurz vor der Pause sprach Thomas Schlögl auch über jene Kleinigkeiten, die seiner Mannschaft am Ende gefehlt haben. Er beschrieb den ASK Weppersdorf als „ziemlich zweikampfstark“ und meinte, dass die Gastgeber als Aufsteiger mit viel Selbstvertrauen aufgetreten seien. „Sie haben zu Hause mit breiter Brust gespielt und die Tore eiskalt gemacht, wenn sie die Chance gehabt haben“, sagte er. Für den USC Pilgersdorf geht es nun darum, aus dem Auftaktspiel die richtigen Schlüsse zu ziehen. Schlögl verwies darauf, dass seine Mannschaft über weite Strecken nicht chancenlos gewesen sei, aber konsequenter und konzentrierter auftreten müsse. „Wir müssen fokussiert bleiben und unsere Chancen in Tore umsetzen“, forderte er. Viel Zeit zum Hadern will man sich in Pilgersdorf trotzdem nicht nehmen. Das nächste Spiel steigt zu Hause gegen SV Oberloisdorf, und Thomas Schlögl hofft dort auf einen anderen Auftritt: „Das Match ist abgehakt. Wir schauen schon auf den nächsten Gegner. Es ist ein Bezirksderby, und ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen und unsere Mannschaft unterstützen.“