In der II. Liga Mitte hat sich SPG L - O - K im Heimspiel gegen ASK Weppersdorf mit einem 2:2 begnügen müssen. Trainer Peter Strodl sah dabei zwei sehr unterschiedliche Phasen: eine starke erste Halbzeit seiner Mannschaft, dann aber den Fadenverlust nach der neuerlichen Führung. „Aufgrund der letzten 20 Minuten bin ich mit dem X zufrieden“, sagte er nach einer Partie, in der beide Teams mit dem Punkt leben konnten.

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Peter Strodl war mit dem Beginn seiner Mannschaft über weite Strecken sehr einverstanden. „Wir waren die ersten 35 Minuten klar tonangebend und auch die bessere Mannschaft“, sagte der Trainer von SPG L - O - K. Aus seiner Sicht wurde in dieser Phase sauber von hinten herausgespielt, gut kombiniert und immer wieder das Tempo hochgehalten. Dazu kamen Möglichkeiten, die ungenutzt blieben. Ganz ohne Warnsignal verlief die erste Hälfte aber nicht, denn auch ASK Weppersdorf kam laut Strodl bei einem Konter zu einer guten Szene und traf dabei die Stange. Trotzdem sah der Trainer seine Mannschaft insgesamt im Vorteil. In der 36. Minute belohnte sich SPG L - O - K dann, als Tamas Szabo einen Elfmeter zum 1:0 verwandelte. „Der Elfmeter war klar für uns“, hielt Strodl fest. Umso ärgerlicher war für ihn, dass die Führung nicht in die Pause gebracht wurde. Nach einem individuellen Fehler im Spielaufbau kam ASK Weppersdorf noch zum Ausgleich, Martin Gosztola nutzte die Situation zum 1:1. „Durch den Fehlpass haben wir die Ordnung in der Mitte verloren“, sagte Strodl, der die erste Halbzeit trotzdem als „sehr gut“ einstufte.
Auch nach dem Seitenwechsel schien zunächst wieder vieles für die Heimischen zu laufen. In der 56. Minute brachte Attila Szabados SPG L - O - K erneut in Führung, und zwar auf eine Art, die auch dem Trainer in Erinnerung blieb. Strodl sprach von einer „super Einzelaktion“, bei der Attila Szabados mehrere Gegenspieler ausspielte und dann aus spitzem Winkel zum 2:1 traf. Es war in dieser Phase ein Treffer, der gut zum bis dahin ordentlichen Auftritt von SPG L - O - K passte. Genau deshalb ärgerte Strodl umso mehr, was danach passierte. Aus seiner Sicht verlor seine Mannschaft nach dem 2:1 den Faden und spielte einige Situationen nicht clever genug aus. Besonders das 2:2 blieb ihm hängen. Nach einem Foul für SPG L - O - K wurde der Freistoß laut Strodl zu schnell ausgeführt, obwohl seine Mannschaft Zeit gehabt hätte. „Da hat uns die Ordnung gefehlt“, sagte er. Weil sein Sechser nach dem Foul noch nicht wieder in Position war, öffnete sich in der Mitte der Raum. ASK Weppersdorf nutzte das laut Strodl stark aus, Gabor Markus spielte den entscheidenden Pass, David Gera vollendete zum 2:2 in der 69. Minute. „Nach dem 2:1 haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Da hätten wir es cleverer spielen müssen“, brachte es der Trainer auf den Punkt.
Die letzten 20 Minuten waren es dann auch, die Strodls Gesamturteil über dieses 2:2 entscheidend geprägt haben. Während SPG L - O - K davor viel richtig gemacht hatte, war nun ASK Weppersdorf das klar aktivere Team. Der Trainer sprach davon, dass die Gäste in dieser Phase „sehr spielbestimmend“ gewesen seien und durchaus die besseren Chancen auf den Sieg hatten. Besonders eine Szene mit David Gera blieb hängen, als dieser alleine auf das Tor zulief, der Tormann von SPG L - O - K aber stark parierte. Danach wurde zudem noch auf der Linie gerettet. Für Strodl war das ein klarer Hinweis darauf, dass seine Mannschaft in dieser Phase auch das nötige Glück hatte.
Genau deshalb fiel seine Einordnung trotz der zweimaligen Führung nüchtern aus. „Das Unentschieden geht völlig in Ordnung“, sagte er und verwies darauf, dass auch der Trainerkollege von ASK Weppersdorf die Punktteilung ähnlich gesehen habe. Gleichzeitig benannte Strodl auch klar, woran weiter gearbeitet werden muss. In der Vorwärtsbewegung und im Kombinationsspiel war er vor allem in den ersten 35 bis 40 Minuten zufrieden, weniger gefiel ihm die Reaktion nach Ballverlusten. „Da haben wir ab und zu die Ordnung verloren“, sagte er. ASK Weppersdorf beschrieb er als kompakte Mannschaft mit guten Offensivspielern wie David Gera, Gabor Markus, Andreas Krutzler und Martin Gosztola. Viel Aufregung gab es für ihn rund um den Unparteiischen nicht, auch wenn es aus seiner Sicht einzelne diskutierbare Foulszenen gab. „Im Großen und Ganzen hat der Schiedsrichter für mich eine sehr gute Leistung geboten“, meinte Strodl. Für die nächsten Wochen kündigte er an, weiter hart arbeiten zu wollen. Einige verletzte Spieler kehren zwar zurück, gleichzeitig muss er im nächsten Spiel wieder auf zwei Akteure verzichten. An seiner Grundhaltung änderte das nichts: „Das Glück muss man sich erarbeiten, das fliegt einem nicht zu.“