In der II. Liga Mitte musste sich ASK Neutal am Samstag dem ASV Pöttsching mit 0:2 geschlagen geben. Trainer Dieter Komanovits sah dabei kein Spiel, in dem seine Mannschaft klar unterlegen gewesen wäre, sondern eine Partie mit zwei Gegentoren zu heiklen Zeitpunkten, einer umstrittenen Szene vor dem 0:2 und einer Chancenverwertung, die ASK Neutal am Ende um Zählbares brachte.

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Der Verlauf der Partie war aus Sicht von Dieter Komanovits nicht so eindeutig, wie es das Endergebnis vielleicht vermuten lässt. „ASV Pöttsching ist besser ins Spiel gestartet und hat die ersten fünfzehn bis zwanzig Minuten dominiert“, sagte der Trainer von ASK Neutal nach dem Schlusspfiff. Danach habe seine Mannschaft aber Schritt für Schritt besser hineingefunden. „Ab der dreißigsten Minute haben wir es geschafft, das Spiel wieder unter Kontrolle zu bekommen“, erklärte Komanovits, der in dieser Phase auch Chancen auf Seiten von ASK Neutal gesehen hatte. Umso bitterer war daher das 0:1 in Minute 41, als Marjan Markic nach einem schnellen Umschalten zur Führung traf. Komanovits schilderte die Szene so: „Wir haben einen Angriff nicht fertig gespielt, den Ball verloren, dann ist es relativ schnell gegangen.“ Dass dieser Treffer kurz vor der Pause fiel, wog aus seiner Sicht besonders schwer. „Das war ein denkbar schlechter Zeitpunkt“, sagte der ASK-Neutal-Trainer.
Nach dem Seitenwechsel versuchte ASK Neutal laut seinem Trainer mehr Druck zu machen, wurde aber in Minute 53 erneut bestraft. Lukas Jagschitz erhöhte für ASV Pöttsching auf 0:2, und genau dieses Tor war für Komanovits der entscheidende Moment der Partie. „Der Knackpunkt war sicher die Vorentscheidung zum 0:2“, sagte er. Aus seiner Sicht stand der Torschütze bei diesem langen Ball klar im Abseits, weshalb er mit der Entscheidung deutlich haderte. „Mit dem Zwei-Tore-Rückstand war es für uns sehr schwer, noch einmal ins Spiel zurückzukommen“, erklärte Komanovits. Dabei trennte er seine Kritik aber klar. „Die Schiedsrichterleistung war grundsätzlich in Ordnung“, sagte der Trainer von ASK Neutal, schob jedoch nach, dass er beim Linienrichter mehrere nicht geahndete Abseitspositionen gesehen habe. Vor allem die Szene vor dem 0:2 blieb für ihn deshalb der Punkt, an dem das Spiel endgültig in Richtung ASV Pöttsching kippte.
Ganz abgeschrieben war ASK Neutal nach dem zweiten Gegentor dennoch nicht, weil die Gastgeber weiter auf den Anschlusstreffer drückten. Komanovits sprach von „einigen Chancen“, die seine Mannschaft danach vorfand, und erwähnte auch einen Latten-Kopfball. Vorwürfe beim Einsatz wollte er seiner Elf ausdrücklich nicht machen. „Ich kann meiner Mannschaft das Bemühen nicht absprechen“, sagte er. Gleichzeitig benannte er die Probleme aber sehr klar: Einige angeschlagene Spieler hätten unter der Woche nicht trainieren können, in der Defensive sei ASK Neutal „nicht sattelfest genug“ gewesen und vorne „nicht effizient genug“. Besser wurde es aus seiner Sicht dann, als ASK Neutal nach dem 0:2 nicht mehr so oft mit hohen Bällen arbeitete. „Da haben wir endlich versucht, gute Angriffe zu spielen“, sagte Komanovits. Auch den Gegner hob er hervor: „ASV Pöttsching hatte sehr gute Spieler und vor allem zwei brandgefährliche Spitzen mit Philipp Schmiedl und Marjan Markic.“ Nach zwei Runden hält ASK Neutal damit bei drei Punkten. Das 0:2 gegen ASV Pöttsching hinterließ beim Trainer vor allem deshalb einen bitteren Eindruck, weil er genug Ansätze gesehen hatte, um aus dieser Partie mehr mitzunehmen.