In der II. Liga Mitte schien ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf gegen den ASV Draßburg lange auf Kurs zu sein, am Ende stand nach 2:0-Pausenführung aber eine bittere 2:3-Heimniederlage. Trainer David Witteveen sprach danach von einer starken ersten Halbzeit und einem völligen Bruch nach dem ersten Gegentor. Für ihn kippte die Partie genau in jenem Moment, als seine Mannschaft den Gegner wieder ins Spiel brachte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Der Abend begann für ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf genauso, wie man sich das nach dem Anpfiff wünscht. Endrit Mucolli brachte die Gastgeber bereits in der 5. Minute in Führung, kurz vor der Pause legte Konstantin Klein mit dem 2:0 nach. Witteveen war mit diesem Abschnitt entsprechend zufrieden: „Die erste Halbzeit war wirklich gut für uns. Wir haben 2:0 geführt, noch ein paar Chancen gehabt und eigentlich alles im Griff gehabt.“ Besonders die Art, wie seine Mannschaft zu den Treffern kam, gefiel dem Trainer. Mucolli traf zur frühen Führung, kurz vor der Pause erhöhte Klein auf 2:0. „Wir haben wirklich super Fußball gespielt“, sagte Witteveen und sprach von „zwei wunderschönen Toren“ sowie von mehreren gelungenen Spielzügen mit ein, zwei Kontakten.
Bis zur 56. Minute lief die Partie aus Sicht von ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf in die richtige Richtung, dann brachte Sandro Kristianidi den ASV Draßburg mit dem 2:1 zurück. Für Witteveen war das der klare Wendepunkt. „Wir haben dem Gegner das erste Gegentor geschenkt und damit einen toten Gegner wieder zum Leben erweckt“, sagte der Trainer, der von einem Abstimmungsfehler in der Abwehr sprach. Von diesem Moment an habe sich seine Mannschaft völlig verändert. „Bei meiner Mannschaft hat es den Schalter umgelegt. Wir waren wie versteinert“, schilderte Witteveen den Einbruch. Dazu kam, dass ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf beim Stand von 2:1 laut Trainer noch eine Riesenchance ausließ. Damit blieb der ASV Draßburg im Spiel und bekam endgültig Hoffnung.
In seiner Analyse wurde Witteveen danach deutlich. Seine Kritik richtete sich vor allem an die erfahrenen Spieler. „Da müssen die Führungsspieler einschreiten und die Ruhe bewahren“, sagte er. Stattdessen habe ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf die Positionen nicht mehr gehalten, hinten aufgemacht und es nicht geschafft, den Ball länger in den eigenen Reihen zu behalten. „Die zweite Halbzeit hat mir von der Mentalität und von der Spielintelligenz überhaupt nicht gefallen“, meinte der Trainer des ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf. Der ASV Draßburg nutzte diese Unsicherheit konsequent aus und drehte die Partie in der Nachspielzeit noch komplett. Gino Linhart traf in der 95. Minute zum 2:2, ehe Sandro Kristianidi in der 98. Minute mit seinem zweiten Treffer auch noch das 2:3 folgen ließ.
Dass diese Niederlage besonders weh tut, machte Witteveen nach dem Abpfiff noch einmal klar. „So sichere drei Punkte darf man sich nicht mehr nehmen lassen“, sagte er. Positiv bleibt für ihn trotzdem die erste Halbzeit, in der ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf dominant auftrat, Chancen herausspielte und sich mit den Treffern von Endrit Mucolli und Konstantin Klein auch belohnte. Schiedsrichterthemen wollte der Trainer keine aufmachen: Der Unparteiische sei „okay“ gewesen, strittige Szenen habe es nicht gegeben. Umso mehr richtet sich der Blick intern auf die eigene Leistung. Statt eines möglichen Befreiungsschlags blieb für ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf nach zwei Runden nur ein Punkt – und eine Niederlage, die vor allem wegen ihres Verlaufs noch länger nachwirken dürfte.