In der II. Liga Mitte hat sich ASK Marz am Freitagabend der SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin mit 0:1 geschlagen geben müssen. Nach einer offenen ersten Halbzeit setzte der Treffer von Bencze Zoltan Sipöcz unmittelbar nach Wiederbeginn den Ausschlag. Trainer Peter Benes sprach von einem verdienten Auswärtssieg, auch wenn seine Mannschaft mehrere Möglichkeiten auf eine frühere Entscheidung liegen ließ.

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Benes sah zunächst eine Partie, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten und in der es vor dem Seitenwechsel auf beiden Seiten Möglichkeiten gab. „Es war in der ersten Halbzeit ein offenes Spiel mit je zwei Torchancen auf beiden Seiten“, sagte der Trainer der Gäste. Die beste Gelegenheit lag dabei klar auf Kaisersdorfer Seite, als Damjan Skoric aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, den Ball aber nicht im Tor unterbrachte. Auch Erblin Polomi hatte noch eine gute Möglichkeit. Auf der anderen Seite kam aber auch Marz zu zwei guten Chancen, sodass das 0:0 zur Pause für Benes zum Spiel passte. Auffällig war aus seiner Sicht trotzdem, dass seine Mannschaft im ersten Durchgang schon viel nach vorne arbeitete. Allein elf Eckbälle standen für die Gäste zu Buche, doch „aus keinem Eckball ist etwas Positives resultiert“, wie Benes offen ansprach. Genau dort setzte er dann auch in der Pause an.
Die Ansage in der Kabine war laut Benes klar formuliert. „Wir haben zur Pause angesprochen, dass wir vorne konzentrierter und zielstrebiger sein müssen“, erklärte er. Die Reaktion ließ dann nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff fiel das einzige Tor des Abends, und Benes konnte die Szene genau schildern: „Es war ein Pass aus dem Mittelfeld auf unseren Außenbahnspieler Bencze Sipöcz, der sich im Sechzehner durchgesetzt, einen kurzen Haken nach innen gemacht und dann aus spitzem Winkel ins lange Eck geschossen hat.“ Laut dem Trainer war genau dieser Treffer der Wendepunkt des Spiels. „Der entscheidende Moment war das 1:0 gleich nach der Pause“, sagte Benes. Danach habe seine Mannschaft die Partie klar auf ihre Seite gezogen, sei das aktivere Team gewesen und habe mehrere gute Möglichkeiten ausgelassen. Gerade das zweite Tor fehlte den Gästen, obwohl Benes überzeugt war, dass seine Elf den Deckel eigentlich hätte draufmachen müssen. So blieb die Partie bis in die Schlussphase offen, zumal Marz am Ende nach einem Standard noch zu einer guten Chance kam, der Ball aber über die Latte ging.
Dass es am Ende bei diesem knappen 1:0 blieb, war für Benes einerseits ein Zeichen dafür, wie stabil seine Mannschaft an diesem Abend gearbeitet hat, andererseits aber auch ein Hinweis auf das Thema Chancenverwertung. „Besonders gut hat die Einsatzbereitschaft funktioniert“, sagte er, und lobte vor allem die Arbeit gegen den Ball. Seine Mannschaft habe defensiv sehr wenig zugelassen, sei „über weite Strecken sehr stabil und zweikampfstark“ gewesen und habe insgesamt kompakt verteidigt. Dazu kam für die Gäste noch eine personell schwierige Ausgangslage. „Die Mannschaft hat alles reingeworfen, alles gegeben. Es war das letzte Aufgebot, das wir zur Verfügung gehabt haben“, erklärte Benes und verwies darauf, dass nur zehn Kaderspieler der Kampfmannschaft einsatzbereit waren und auf der Bank fünf Spieler aus der U23 saßen. Umso wichtiger sei der Sieg gewesen. Gleichzeitig blieb der Trainer bei aller Zufriedenheit kritisch: „Verbesserungspotenzial gibt es natürlich in der Offensive mit den vielen vergebenen Chancen, die wir Woche für Woche vergeben.“ Als weiteren Punkt hob er hervor, dass Marz Probleme im Spielaufbau hatte und seine Mannschaft das einige Male gut unterbinden konnte. Mit nun acht Punkten aus fünf Spielen geht Kaisersdorf in einer positiven Situation in die nächste Woche. Benes blickte schon voraus: „Nächste Woche wird der eine oder andere Spieler von Verletzungen und Sperren zurückkommen, und wir gehen frohen Mutes in das nächste Heimspiel gegen Horitschon.“