In der II. Liga Mitte hat sich SV Schattendorf am Freitagabend mit einem klaren 4:0 beim SV Draßmarkt durchgesetzt. Trainer Gerald Linshalm sah von Beginn an einen kontrollierten Auftritt seiner Mannschaft, die den eigenen Plan konsequent umzusetzen wusste. Nach der 2:0-Pausenführung ließen die Gäste auch in der Druckphase der Hausherren nach dem Seitenwechsel das Spiel nicht kippen und machten den Auswärtssieg mit zwei weiteren Treffern deutlich.

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Linshalm musste nach dem Schlusspfiff gar nicht lange nach einem einzelnen Schlüsselmoment suchen, weil sich die Partie aus seiner Sicht anders erklärte. "Wir hatten von Beginn weg die Kontrolle über das Spiel. Das war ein sehr guter Auftritt meiner Mannschaft", sagte der Trainer. Seine Elf habe vom Anpfiff an versucht, alles umzusetzen, was man sich vorgenommen hatte, und genau darin sah er auch den Grundstein für den klaren Auswärtserfolg. Auf der Anzeigetafel wurde diese Überlegenheit in der 29. Minute sichtbar, als Márk Szileszki das 0:1 erzielte. Linshalm sprach dabei von einem "überragenden Kombinationsspiel von der Abwehr weg übers Mittelfeld bis in den Sturm" und nannte den Treffer ein "absolutes Teamtor". Noch vor der Pause legte Julian Salamon in der 41. Minute das 0:2 nach und brachte Schattendorf mit einer verdienten Führung in die Kabine.
Den wichtigsten Moment der Partie wollte Linshalm deshalb auch nicht an einer einzelnen Szene festmachen. "Ich würde gar keinen benennen. Entscheidend war die Konsequenz des Teams, unseren Matchplan über 90 Minuten wirklich durchzuziehen", sagte er. Gerade nach dem Seitenwechsel sei das gefragt gewesen, weil Draßmarkt noch einmal alles versuchte und viel nach vorne warf. Die Gastgeber suchten ihr Glück laut Linshalm mit vielen hohen Bällen, Flanken und Standardsituationen, gaben sich nie auf und wollten das Spiel noch einmal enger machen. Schattendorf hielt in dieser Phase aber gut dagegen und ließ nach Einschätzung des Trainers kaum Torchancen zu. Als diese Druckphase überstanden war, zog Schattendorf das Ergebnis noch deutlicher in die Höhe: Julian Salamon stellte in der 75. Minute auf 0:3, ehe Mateo Guttmann, abermlals nach Salamon Vorlage, vier Minuten später mit dem 0:4 den Schlusspunkt setzte.
Ein Grund für den überzeugenden Auftritt lag für Linshalm vor allem im Verhalten gegen den Ball. "Besonders gut fand ich unsere Restverteidigung, also die Absicherung der Konter und die Bereitschaft bei den langen Bällen von Draßmarkt", erklärte er. Man habe gewusst, dass die Hausherren viele lange Bälle spielen würden, und sei darauf gut vorbereitet gewesen. Dieses Lob richtete der Trainer an das gesamte Team, besonders aber an die Abwehrreihe gegen einen staken Sturm der Gegner, die diese Aufgabe konsequent gelöst habe. Gleichzeitig hob er hervor, dass seine Mannschaft sich auch von der robusten Gangart des Gegners nicht aus dem Konzept bringen ließ. Draßmarkt habe tief verteidigt und versucht, über Härte ins Spiel zu kommen, Schattendorf habe aber "immer wieder flache Lösungen gefunden" und sich "nicht außer Tritt bringen lassen". Dass die Gäste trotz der Gegenwehr weiter ruhig blieben und bei Standards gefährlich waren, passte für Linshalm zum gesamten Auftritt.
Für den Schattendorfer Trainer war der 4:0-Erfolg auch deshalb wichtig, weil er eine Entwicklung bestätigt. "Mich freut besonders, dass wir an die gute zweite Halbzeit gegen Pöttsching anschließen konnten und diesmal mit noch mehr Konsequenz nach vorne gespielt haben", meinte Linshalm. Dazu kamen aus seiner Sicht auch gute Impulse von der Bank. Die Einwechselspieler hätten es "ausgezeichnet gemacht" und ihren Teil zum Teamerfolg beigetragen, betonte der Trainer ausdrücklich. Selbst beim Blick auf den Gegner blieb er fair, denn Draßmarkt habe sich bis zum Schluss nie aufgegeben und sei ein guter Gegner gewesen. Diskussionen gab es für ihn an diesem Abend ebenfalls keine, auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er zufrieden. Nun will Schattendorf "die Themen, die wir noch haben, noch einmal schärfen", um kommende Woche zuhause gegen Lockenhaus wieder bereit zu sein.