Spielberichte

„Von Beginn an keine Sorge“ – Rohrbach-Coach Friesenbichler erklärt das 2:0 in Oberloisdorf

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Oberloisdorf
Rohrbach

In der II. Liga Mitte hat der SV Oberloisdorf zuhause gegen den SV Rohrbach mit 0:2 verloren. Für Trainer Hannes Friesenbichler war der Auswärtssieg klar verdient, weil seine Mannschaft die Partie nach seiner Einschätzung von Beginn an unter Kontrolle hatte. Ein frühes Tor, das 1:0 zur Pause und das schnelle Nachlegen nach dem Seitenwechsel passten genau zu dem Bild, das der Rohrbach-Coach nach Schlusspfiff zeichnete.


Fußballtor

Foto von Mike Robinson auf Unsplash

Rohrbach drückt gleich aufs Tempo

Friesenbichler musste nach dem Spiel nicht lange überlegen, wann sich die Partie in Richtung seiner Mannschaft bewegt hatte. „Eigentlich von Beginn an“, sagte der Rohrbach-Trainer, und genau so beschrieb er auch den Einstieg seiner Elf. Seine Mannschaft sei sofort mit einem druckvollen, aggressiven Pressing ins Spiel gegangen und habe darüber schnell Zugriff gefunden. Dazu kam laut Friesenbichler das Kombinationsspiel, mit dem Rohrbach früh zu ersten Möglichkeiten kam. Schon in der 10. Minute schlug sich diese Anfangsphase auch im Ergebnis nieder, als Tobias Wendl das 0:1 erzielte. Für den Trainer war das kein Zufall, sondern die logische Folge der ersten Minuten. „Wir waren von Beginn an überlegen“, sagte er, und aus seiner Sicht hätte seine Mannschaft schon vor der Pause mehr aus dieser Überlegenheit machen können. Das gelang zwar nicht mehr, trotzdem nahm Rohrbach den Vorsprung mit in die Kabine und hatte bis dorthin das Spiel klar auf seiner Seite.

Nach dem Seitenwechsel sofort wieder nachgelegt

Dass es nach der Pause ähnlich weiterging, war für den Rohrbach-Coach ein wesentlicher Punkt an diesem Abend. Friesenbichler sprach davon, dass in der Halbzeit „das eine oder andere kurz besprochen“ worden sei, wichtiger war für ihn aber die Reaktion seiner Mannschaft auf diese kurze Korrektur. Rohrbach kam wieder mit Druck aus der Kabine und legte sofort nach. In der 51. Minute erhöhte Lukas Wenninger auf 0:2, damit bekam die Partie noch klarer jene Richtung, die der Trainer schon sehr früh erkannt hatte. Friesenbichler formulierte es deutlich: „Wir haben seit Beginn der zweiten Halbzeit gleich wieder Druck ausgeübt und dann das 2:0 erzielt.“ Danach sah er ein ähnliches Bild wie schon vor der Pause. Rohrbach blieb die aktivere Mannschaft, hätte aus seiner Sicht noch nachlegen müssen und auch nachlegen können. Ganz ruhig wurde die Schlussphase trotzdem nicht mehr. „Am Ende ist es vielleicht etwas hektisch geworden“, sagte der Trainer, schob aber sofort nach, dass es „über 90 Minuten gesehen ein ungefährdeter Sieg“ gewesen sei.

Viel gewonnen im Zweikampf, wenig zugelassen

Friesenbichler machte den Sieg nicht nur an den beiden Toren fest, sondern vor allem an der Art und Weise, wie seine Mannschaft das Spiel angenommen hat. Besonders hervor hob er die Zweikampfführung, das Athletische, die Ruhe am Ball und das Positionsspiel. Für ihn war genau diese Mischung ausschlaggebend. „Ich glaube, die Summe unserer Attribute war der Grund, dass wir erfolgreich vom Platz gegangen sind“, sagte er. Gerade die vielen Duelle waren auf dem Platz keine Nebensache. Der Trainer sprach ausdrücklich von einem unebenen Boden und betonte, dass die Zweikämpfe dort „nicht einfach zu bestreiten“ gewesen seien. Umso zufriedener war er damit, wie konsequent seine Mannschaft dagegenhielt. Aus seiner Sicht war das auch der Schlüssel, um Oberloisdorf kaum ins Spiel kommen zu lassen. Der Gegner sei bemüht gewesen, habe versucht, Lösungen zu finden, sei aber durch das hohe Anlaufen und das gute Pressing „im Keim erstickt“ worden. Friesenbichler sah bei Oberloisdorf in erster Linie weite lange Bälle, wirkliche Möglichkeiten seien dagegen „sehr spärlich“ geblieben. Dass man über 90 Minuten nicht alles wegverteidigen könne, verschwieg er nicht, insgesamt war er mit dem taktischen Verhalten seiner Mannschaft aber „sehr zufrieden“.

Am Abschluss will Rohrbach trotzdem weiter arbeiten

So klar die Einschätzung des Trainers zum Spiel auch ausfiel, ganz ohne Kritik ließ er den Abend nicht stehen. Der größte Punkt, an dem Rohrbach aus seiner Sicht weiter arbeiten muss, bleibt die Chancenverwertung. Friesenbichler verwies darauf, dass seine Mannschaft erneut „zwei, drei Hundertprozentige“ liegen gelassen habe. Genau darin sah er auch den Grund, warum die Partie trotz der Kontrolle nicht schon früher völlig beruhigt war. „Da musst du das eine oder andere Tor mehr erzielen“, sagte er. Dann sei früher Ruhe im Spiel und man könne konzentrierter und beruhigter weiterspielen. Der 2:0-Auswärtssieg fiel damit aus Rohrbacher Sicht verdient aus, ließ aber auch erkennen, wo noch Luft nach oben ist. In der Tabelle steht Rohrbach nach fünf Runden mit zwölf Punkten ganz vorne. Die Aussagen des Trainers passen dazu: viel Zufriedenheit mit Pressing, Zweikampfführung und Ordnung im Spiel, aber eben auch der klare Hinweis, dass diese Mannschaft noch effizienter werden will.

II. Liga Mitte: Oberloisdorf : Rohrbach - 0:2 (0:1)

  • 51
    Lukas Wenninger 0:2
  • 10
    Tobias Wendl 0:1