Spielberichte

„Das Glück muss man sich erarbeiten“ – L-O-K bringt das 3:2 in Neudörfl über die Zeit

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SC Neudörfl
SPG L - O - K

In der II. Liga Mitte hat sich SC Neudörfl der SPG L - O - K in einer intensiven Partie mit 2:3 geschlagen geben müssen. Gästetrainer Peter Strodl sprach nach dem Auswärtssieg von einem „sehr, sehr guten Zweite-Liga-Match“, in dem seine Mannschaft mit großem Aufwand, starker Leidenschaft und gut ausgespielten Kontern punktete, am Ende aber auch das nötige Glück brauchte, um die drei Punkte wirklich über die Zeit zu bringen.


Jugendliche Spieler mit Bällen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Wilfingers Führung bringt die Gäste ins Spiel

Strodl machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft nicht vom ersten Moment an alles unter Kontrolle hatte. „Wir hatten schon die ersten 25 Minuten Probleme“, sagte der Trainer offen und beschrieb damit eine Anfangsphase, in der Neudörfl gut in der Partie war. Umso wichtiger war aus seiner Sicht das 0:1 in der 22. Minute. David Wilfinger traf für die Gäste, und Strodl hob diesen Treffer besonders hervor: „Das hat uns schon sehr geholfen, dass wir ins Spiel gefunden haben.“ Lange hielt die Führung allerdings nicht, denn nur drei Minuten später glich Norbert Gergely für die Hausherren zum 1:1 aus. Auch dieses Tor blieb dem L-O-K-Coach in Erinnerung, weil es für ihn ein echtes Highlight war: „Auch das Tor von Neudörfl war ein Wahnsinn, ein Volleyschuss von Gergely.“ So ging es mit einem 1:1 in die Pause, und dieses Ergebnis passte zu einem ersten Durchgang, den Strodl insgesamt als intensiv, zweikampfstark und spielerisch auf gutem Niveau erlebte.

Nach der Pause schlägt L-O-K mit seinen Kontern zu

Richtig heikel wurde es für die Gäste dann nach dem Seitenwechsel. Strodl schilderte die Phase nach Wiederbeginn sehr deutlich: „Nach der Pause war Neudörfl sehr drückend und hätte natürlich auch in Führung gehen können.“ Genau in diesem Moment zeigte L-O-K aber jene Qualität, die für den Trainer am Ende entscheidend war. Mit einem sauber ausgespielten Gegenstoß fiel in der 56. Minute das 1:2 durch Richard Mark Gere, und Strodl sagte über diese Szene, dass er da schon gespürt habe, „dass es in unsere Richtung kippen könnte“. Noch klarer wurde dieses Gefühl nach dem dritten Treffer. In der 73. Minute erhöhten die Gäste auf 1:3, und diesmal geriet der Trainer regelrecht ins Schwärmen. Er sprach von einem „sensationell herausgespielten“ Angriff über die rechte Seite. David Wilfinger brachte dabei die punktgenaue Flanke, Tamas Szabo setzte den Kopfball ins Eck. Für Strodl war das nicht nur ein wichtiges Tor, sondern auch ein Beleg dafür, dass seine Mannschaft die sich bietenden Räume gut genutzt und ihre Konter stark zu Ende gespielt hat.

Der Anschlusstreffer macht die Schlussphase noch einmal eng

Wer nach dem 1:3 geglaubt hatte, die Gäste würden den Abend nun ruhig zu Ende spielen, sah sich aber getäuscht. In der 80. Minute verkürzte Matthias Müller für Neudörfl auf 2:3, und damit war die Spannung sofort wieder da. Gerade dieser Gegentreffer störte Strodl trotz des Sieges, weil er aus seiner Sicht vermeidbar war. „Leider haben wir beim 3:2 wieder individuelle Fehler gemacht“, sagte er. Genau dadurch wurde das Spiel noch einmal offen, und in der Schlussphase brauchte L-O-K nach Einschätzung des Trainers tatsächlich auch das nötige Glück. Strodl erinnerte an einen Lattenschuss der Hausherren kurz vor Schluss und ordnete die letzten Minuten sehr ehrlich ein. „Wir hatten dann kurz vor Schluss noch das nötige Glück mit einem Lattenschuss, dass wir den Sieg über die Runden gebracht haben“, meinte er. Der Gästecoach wollte aus dem Erfolg deshalb auch keinen glatten, unangefochtenen Auswärtssieg machen. Im Gegenteil: „Ein Remis wäre durchaus gerecht gewesen, Neudörfl hätte sich das Unentschieden verdient.“

„Leidenschaft“ als größter Pluspunkt, aber noch Arbeit gegen den Ball

Am meisten gefiel dem Trainer an seiner Mannschaft an diesem Abend die Art, wie sie sich in das Spiel hineingearbeitet hat. Auf die Frage nach der größten Stärke kam die Antwort ohne Zögern: „Leidenschaft. Kämpferisch sehr gut, nie aufgeben.“ Strodl lobte den Aufwand, die Laufarbeit und vor allem den Zusammenhalt seiner Elf. „Für mich zählt die Kameradschaft, der Zusammenhalt, und das hat die Mannschaft am Platz gezeigt“, sagte er. Trotzdem sprach er auch Punkte an, an denen weiter gearbeitet werden muss. Vor allem die individuellen Fehler möchte er abstellen, und noch mehr Wert legt er auf die gemeinsame Defensivarbeit. „Das beginnt beim Stürmer“, betonte der Coach, der seiner Abwehr und dem Tormann auch einmal ein Spiel ohne Gegentor gönnen würde. Dazu kam viel Respekt für den Gegner. Neudörfl habe nach dem Umbruch im Sommer „gezielt sehr gut eingekauft“, sei jung, dynamisch und spielerisch stark. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war Strodl einverstanden und sprach insgesamt von „einer sehr ordentlichen Leistung“. So blieb unter dem Strich ein Sieg, über den sich L-O-K freuen durfte, auch wenn der Trainer genau wusste, dass an diesem Abend vieles eng beieinanderlag.

II. Liga Mitte: Neudörfl : SPG L - O - K - 2:3 (1:1)

  • 80
    Matthias Müller 2:3
  • 73
    Tamas Szabo 1:3
  • 56
    Richard Mark Gere 1:2
  • 25
    Norbert Gergely 1:1
  • 22
    David Wilfinger 0:1