In der II. Liga Mitte hat sich SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin gegen ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf mit 1:4 geschlagen geben müssen. Für Trainer David Witteveen lag der Schlüssel in den frühen Standardtoren und in der Ruhe seiner Mannschaft auf schwierigem Geläuf. Horitschon hatte das Spiel nach seiner Einschätzung lange in der Hand, auch wenn die Gastgeber mit ihren Bällen in die Tiefe immer wieder unangenehm blieben.

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Aus Sicht von David Witteveen war sein Team von Beginn an gut in der Partie. „Wir waren von Anfang an gut im Spiel, haben das Spiel gut kontrolliert“, sagte der Trainer nach dem Auswärtssieg. Entscheidend war dabei, dass Horitschon früh zu Treffern kam und sich damit die Partie in eine günstige Richtung zog. In der 12. Minute brachte Jan Kovacs die Gäste mit 1:0 in Führung, in der 40. Minute legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Witteveen hob gerade diese beiden Treffer besonders hervor: „Die zwei Standardtore haben uns das Spiel viel einfacher gemacht.“ Weil Kaisersdorf dadurch nicht mehr so tief stehen konnte, bekam Horitschon mehr Kontrolle und mehr Ballbesitz. Kurz vor der Pause fiel dann noch das 3:0, als Endrit Mucolli in der 42. Minute vollendete. Für den Trainer war auch dieser Zeitpunkt wichtig: „Ausschlaggebend waren immer die Tore zum richtigen Zeitpunkt, das 3:0 vor der Halbzeit.“ Mit diesem Vorsprung im Rücken ging Horitschon mit einer klaren Ausgangslage in die Kabine.
So deutlich der Zwischenstand zur Pause auch war, ganz ohne Probleme verlief der Abend aus Sicht der Gäste nicht. Witteveen sprach offen an, dass seine Mannschaft vor allem in der ersten Hälfte defensiv gefordert war. Kaisersdorf arbeitete immer wieder mit langen Bällen und mit Pässen in die Tiefe, dazu kam laut dem Horitschon-Coach ein sehr schneller Stürmer, der seine Abwehr immer wieder beschäftigte. „Sie haben in der ersten Halbzeit sehr gut mit den Bällen in die Tiefe gearbeitet“, sagte Witteveen, der dem Gegner auch Zweikampfstärke und einen intakten Glauben bescheinigte. Trotzdem sah er seine Elf über weite Strecken im Griff. Nach der Pause habe Horitschon das Spiel beruhigt und weiter Zugriff gehabt. Zwar wurde Kaisersdorf offensiver und kam in der 69. Minute durch den Treffer von Manuel Wiedenhofer zum 1:3 heran, doch Witteveen blieb bei seiner Einschätzung: „Grundsätzlich haben wir das Spiel schon in der Hand gehabt. Sie haben nicht wirklich zwingende Chancen gehabt.“ Dass die Partie nach dem Anschlusstreffer etwas hitziger wurde, änderte für ihn nichts an der grundsätzlichen Kontrolle seiner Mannschaft.
Ein großer Punkt in Witteveens Analyse waren die Platzverhältnisse. Der Trainer sprach von einem extrem schwierigen Untergrund, auf dem Fußballspielen kaum leicht gewesen sei. „Der Platz war wirklich in einem sehr schlechten Zustand, auf der Seite extrem tief. Der Rasen war extrem hoch“, schilderte er. Umso mehr wertete er den klaren Auswärtssieg als positives Zeichen. Gefallen hat ihm vor allem, dass seine Mannschaft im Spielaufbau ruhig blieb und nicht in Hektik verfiel. „Wir haben hinten wirklich die Ruhe bewahrt und immer wieder probiert, einen kontrollierten Spielaufbau zu machen“, sagte Witteveen. Gleichzeitig sparte er aber auch die Dinge nicht aus, die ihm weniger gefielen. Weil Kaisersdorf im zweiten Durchgang mehr riskierte, öffneten sich Räume für die Gäste. Genau dort sah der Trainer noch Luft nach oben: „Wir hätten die Räume in der Offensive besser fertig spielen müssen.“ Die letzten Pässe in die Tiefe und die Laufwege hätten ihm nicht gefallen. Den Schlusspunkt setzte dennoch Horitschon, als Konstantin Daniel Klein in der 87. Minute zum 4:1 traf und damit den Deckel endgültig draufmachte.
Dass der Auftritt aus Witteveens Sicht nicht das beste Spiel seiner Mannschaft war, stellte er trotz des deutlichen Resultats klar fest. Gerade deshalb maß er dem Sieg einiges an Bedeutung bei. „Auf so einem schwierigen Platz muss man erst einmal 4:1 gewinnen. Das stimmt mich positiv für die Zukunft“, sagte der Trainer. Positiv bewertete er außerdem, dass seine Mannschaft personelle Umstellungen ohne große Unruhe wegsteckte. Weil Martin Reich fehlte, musste Horitschon in der Defensive umbauen. Auch diesen Punkt griff Witteveen zum Schluss noch einmal auf: Die Mannschaft habe das „sehr gut angenommen“ und sich davon nicht groß beeinflussen lassen. So stand am Ende ein Auswärtssieg, der nicht nur wegen der vier Tore Gewicht hat, sondern auch wegen der Art, wie Horitschon laut seinem Trainer auf schwierigem Boden ruhig blieb, die Standards nützte und sich trotz kleinerer Schwächephasen nicht mehr aus der Bahn werfen ließ.