Im Spiel der II. Liga Mitte hat SV Rohrbach den SV Forchtenstein mit 6:0 besiegt und damit seine starke Form untermauert. Trainer Hannes Friesenbichler sah zunächst noch Probleme im Passspiel, danach aber eine klare Steigerung. Vor allem ab der 20. Minute hatte Rohrbach die Partie im Griff, nutzte seine Chancen konsequent und spielte den Heimsieg nach der 3:0-Pausenführung souverän fertig.

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So klar das Ergebnis am Ende auch ausgefallen ist, der Start in die Partie war aus Sicht der Gastgeber nicht sofort so eindeutig. Friesenbichler schilderte, dass seine Mannschaft zwar ordentlich hineingekommen sei, in den ersten Minuten aber noch nicht die gewohnte Sicherheit im Passspiel hatte. "Die ersten zwanzig Minuten hatten wir Probleme mit unserem Passspiel und haben das nicht sauber auf die Reihe bekommen", sagte der Rohrbach-Trainer. Genau in dieser Phase hielt Forchtenstein laut ihm sehr gut dagegen und machte es Rohrbach schwer, Kontrolle aufzubauen. Die Gäste kamen dabei auch zu ihrer großen Möglichkeit, nachdem ein schlechter Rückpass der Heimischen diese Szene selbst eingeleitet hatte. "Da haben wir ein bisschen Glück gehabt", räumte Friesenbichler offen ein und machte damit klar, dass das Spiel in dieser frühen Phase noch nicht in eine Richtung gelaufen war.
Der entscheidende Moment kam dann in der 20. Minute, und für Friesenbichler war genau dieser Treffer der Punkt, an dem die Partie kippte. "Das 1:0 ist ein bisschen aus dem Nichts gefallen", meinte er, auch wenn Rohrbach zuvor schon versucht habe, mit solchen Bällen in gefährliche Räume zu kommen. Christopher Scheiber spielte den tiefen Pass auf Tobias Wendl, der den Ball laut seinem Trainer stark verwertete und damit die Führung besorgte. Von dort an, so Friesenbichler, "hat das Pendel absolut in unsere Richtung ausgeschlagen". Rohrbach blieb am Drücker, wurde von Minute zu Minute stärker und legte noch vor der Pause zwei weitere Treffer nach. Sandro Luca Mandl erhöhte in der 34. Minute auf 2:0, kurz vor dem Seitenwechsel stellte Lukas Wenninger auf 3:0. Damit war die Richtung schon zur Halbzeit klar vorgegeben.
Nach dem Seitenwechsel ließ Rohrbach dann nichts mehr anbrennen. Wenninger traf in der 51. Minute zum 4:0 und unterstrich damit, dass die Gastgeber auch nach der Pause sofort wieder da waren. Friesenbichler sprach davon, dass seine Mannschaft das Spiel "sehr souverän nach Hause gespielt" habe, und genau so entwickelte sich die zweite Hälfte auch im Ergebnis weiter. In der 82. Minute erhöhte Emil Haladej auf 5:0, ein Tor, das dem Trainer besonders gefiel, weil es ein schöner Freistoß war. Den Schlusspunkt setzte Tobias Wendl in der 87. Minute mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend. Besonders zufrieden war Friesenbichler mit der Effizienz seiner Mannschaft: "Diesmal war es die Chancenauswertung. Wir haben eigentlich fast aus jeder Chance ein Tor gemacht." Dazu kamen laut ihm noch zwei Treffer, die wegen Abseits nicht zählten. Auch das Zusammenspiel bewertete er stark: "Das Kombinationsspiel und vor allem unser Positionsspiel haben wir wieder gut über die Bühne gebracht."
In seiner Einschätzung des Gegners blieb der Rohrbach-Coach sachlich. Er hob hervor, dass Forchtenstein in der Anfangsphase engagiert war und sein Team durchaus vor Aufgaben gestellt habe. Danach habe Rohrbach aber vieles im Keim erstickt, sodass sich die Gäste kaum noch entfalten konnten. "Die ersten zwanzig Minuten waren sie sehr engagiert, haben sehr gut dagegengehalten", sagte Friesenbichler, der später allerdings festhielt, dass seinem Gegner im weiteren Verlauf etwas Emotionalität und Spielfreude gefehlt habe. Auch mit der Leistung des Schiedsrichterteams war er zufrieden: "Die Schiedsrichterleistung war sehr gut, auch vom Linienrichter eine Topleistung." Nur bei einer Szene um Samuel Mischitz sah er überhaupt Gesprächsbedarf, nahm den Unparteiischen dabei aber ausdrücklich in Schutz. Für Rohrbach ist dieses 6:0 mehr als nur ein klarer Heimsieg: Nach sechs Runden steht der SV mit 15 Punkten an der Tabellenspitze und hat seine starke Frühform eindrucksvoll bestätigt.