In der II. Liga Mitte hat sich ASK Marz gegen SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf lange teuer verkauft, am Ende nahmen aber die Gäste einen 3:1-Auswärtssieg mit. Trainer Dadi Ursman Maxell machte nach dem Spiel vor allem daran fest, dass seine Mannschaft nach dem 0:1 nicht den Faden verlor, sondern "den Kampf angenommen" und nach der Pause ihre Linie besser durchgezogen habe.

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Dass es für den Favoriten kein angenehmer Abend werden würde, war aus Sicht von Maxell von Beginn an zu sehen. Der Trainer sprach dem Gegner deshalb auch ausdrücklich ein Kompliment aus. "Der Gegner war von den ersten Minuten an sehr engagiert, fokussiert und zweikampfstark", sagte er nach dem Spiel. Marz war sofort in der Partie, lief viel, war in den Duellen präsent und belohnte sich in der 15. Minute auch mit der Führung, als Frantisek Lady zum 1:0 traf. Zemendorf brauchte nach Aussage seines Trainers eine Zeit, um überhaupt in dieses Derby hineinzufinden. Gerade deshalb war für ihn wichtig, dass seine Mannschaft nach dem Rückstand nicht auseinanderfiel. "Für uns war entscheidend, dass wir nach dem 1:0 den Kampf angenommen haben", sagte Maxell. Noch vor der Pause kam der SV dann zurück: Philipp Kummer erzielte in Minute 32 das 1:1 und stellte damit die Partie wieder auf Anfang.
Mit dem 1:1 im Rücken ging Zemendorf anders aus der Kabine. Maxell betonte, dass in der Pause klar angesprochen worden sei, "was wir ändern müssen". Genau das habe man in der zweiten Halbzeit dann besser umgesetzt. Der Coach sah seine Mannschaft nun zweikampfstärker und spielerisch geordneter. Den eigentlichen Knackpunkt machte er allerdings erst vor dem 1:2 aus. Nach seinen Worten hatte Marz in dieser Phase eine "Riesenmöglichkeit", bei der der Tormann der Gäste seine Mannschaft im Spiel hielt. "Unser Tormann hat uns in dieser Phase im Spiel gehalten", sagte Maxell. Im direkten Gegenzug traf Martin Haider in der 75. Minute zur 2:1-Führung. Dieses Tor veränderte die Partie aus Sicht des Trainers deutlich. "Durch das 2:1 sind wir ruhiger und sicherer geworden", erklärte er. Marz musste nun mehr riskieren, während die Gäste mehr Kontrolle bekamen. Martin Haider legte in der 84. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends das 3:1 nach und machte den Auswärtssieg endgültig fest.
In der Analyse der eigenen Leistung blieb Maxell trotz des klaren Endstands durchaus konkret. Ihm gefiel vor allem, dass seine Mannschaft nach der Pause endlich das auf den Platz brachte, was sie sich vorgenommen hatte. "Wir waren dann in den Zweikämpfen besser drin und haben unsere Spielphilosophie beibehalten", sagte der Trainer. Gerade in einem Spiel, in dem Marz mit viel Leidenschaft, Laufbereitschaft und Härte dagegenhielt, sei das für ihn der Schlüssel gewesen. Gleichzeitig sprach er aber auch einen Punkt an, den er verbessert sehen will. Seine Mannschaft dürfe nicht erst nach einem Rückstand in diese Intensität kommen. "Wir müssen von den ersten Minuten an bereit sein, die Zweikämpfe zu nehmen und robuster zu spielen", so Maxell. Dass seine Elf diesmal trotzdem zurückfand, führt er auch auf das gewachsene Selbstvertrauen zurück. Seine Mannschaft habe sich in den Druckphasen nicht aus der Ruhe bringen lassen und das eigene Spiel weiter gesucht.
Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff, wie deutlich der Trainer der Gäste den Gegner würdigte. Maxell meinte sogar, man habe über weite Strecken "nicht viel gemerkt vom Tabellenunterschied". Marz sei von Beginn an präsent gewesen, habe mit Leidenschaft gespielt und trotz des Rückstands nie aufgegeben. "Großer Respekt an den Gegner. Sie haben bis zum Schluss alles reingehaut", sagte er. Für Marz brauche es aus seiner Sicht vor allem "ein Erfolgserlebnis", dann sei diese Mannschaft auf einem guten Weg. Auch zum Rahmen der Partie hatte er eine klare Meinung. In dem Derby habe es kaum etwas gegeben, das größere Diskussionen ausgelöst hätte. "Der Schiedsrichter hat beide Seiten fair gepfiffen und hatte das gut unter Kontrolle", sagte Maxell. Für Zemendorf bleibt unter dem Strich ein Sieg, der nicht mit einem starken Start begann, aber mit einer klaren Steigerung nach der Pause. Genau diese Entwicklung vom schwierigen Beginn zur kontrollierten Schlussphase machte den Unterschied aus.