In der II. Liga Mitte hat ASV Pöttsching am Freitagabend gegen ASK Weppersdorf einen hart erarbeiteten 1:0-Heimsieg gefeiert. Nach einem torlosen ersten Durchgang entschied Danijel Trajilovic die enge Partie in der 65. Minute. Trainer Thomas Köller sah ein Spiel, das „auf beide Seiten hätte fallen können“, am Ende aber durch Leidenschaft, Kampfgeist und eine starke zweite Halbzeit an seine Mannschaft ging.

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Es war von Beginn an kein Spiel, in dem sich eine Mannschaft früh entscheidend absetzen konnte. Zur Halbzeit stand es 0:0, und genau dieser Zwischenstand war für Köller ein ganz wichtiger Baustein des späteren Erfolgs. „Es war für uns wichtig, in der ersten Halbzeit die Null zu halten“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Pöttsching war in dieser Phase vor allem gefordert, sauber gegen den Ball zu arbeiten. Köller sprach davon, dass seine Mannschaft gut verteidigt, kaum Chancen zugelassen und in der einen oder anderen Situation auch das nötige Glück gehabt habe. Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild aus seiner Sicht dann in die richtige Richtung. In der 65. Minute fiel das einzige Tor des Abends, als Danijel Trajilovic eine „wunderschöne Kombination aus der eigenen Hälfte“ zum 1:0 abschloss. Bei diesem knappen Vorsprung blieb es bis zum Ende.
Köller machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, worauf er dieses 1:0 in erster Linie zurückführt. „Eine sehr enge Partie, die auf beide Seiten hätte fallen können und die wir zum Glück am Ende mit viel Leidenschaft, Kampfgeist und Willen für uns entschieden haben“, fasste er den Abend zusammen. Gerade in einem Spiel, das lange offen bleibt, wiegt für einen Trainer nicht nur die spielerische Qualität schwer, sondern auch die Frage, wie geschlossen eine Mannschaft auftritt. Genau dort sah Köller die größte Stärke seiner Elf. „Die größte Stärke lag darin, dass wir den Sieg unbedingt haben wollten, jeder sich für jeden ins Zeug gelegt hat und wir beherzt füreinander gekämpft haben“, sagte er. Wenn Fehler passiert seien, habe der Nächste sofort versucht, sie auszubessern. Das war für ihn der Kern dieses Heimsiegs.
Dass Pöttsching nach der Pause zulegen konnte, war für den Trainer kein Zufall. „Wir sind nach der Halbzeit sehr motiviert herausgekommen. Wir haben die richtigen Worte gefunden und die Mannschaft optimal für die zweite Halbzeit vorbereitet“, sagte Köller. Dass der Siegtreffer erst nach dem Seitenwechsel fiel, passte damit genau zu seiner Einschätzung des Abends. Ganz ohne Kritikpunkte wollte er den Erfolg aber nicht stehen lassen. Trotz der drei Punkte sieht er weiter Arbeit im Spiel mit dem Ball. „Wir müssen im Spiel mit dem Ball noch ein wenig mutiger werden und uns mehr Aktionen so wie die beim Tor zutrauen“, forderte er. Auch den Gegner ordnete er respektvoll ein. Weppersdorf sei wie erwartet gut gewesen, mit sehr guten Einzelspielern, die wissen, wie man den Ball bewegt. Umso zufriedener war er damit, dass sich seine Mannschaft laut eigener Aussage sehr gut darauf eingestellt habe. Auch mit der Leistung des Unparteiischen zeigte sich Köller einverstanden und sprach von einer „sehr guten“ Schiedsrichterleistung.
Am Ende blieb bei Köller vor allem ein Gefühl hängen: Stolz auf die Art, wie seine Mannschaft dieses enge Spiel angenommen und über die Distanz gebracht hat. „Ich möchte noch einmal hervorheben, wie stolz ich als Trainer auf meine Mannschaft bin, dass sie so aufopfernd füreinander gespielt haben und mit viel Herz diesen Heimsieg für uns geholt haben“, sagte er. Diese Worte passen gut zu einem Abend, an dem nicht ein Offensivfeuerwerk den Unterschied machte, sondern Geduld, Disziplin und eine gelungene Aktion nach der Pause. Mit dem 1:0 hält Pöttsching nach sieben Runden bei neun Punkten. Die Richtung, die der Trainer vorgibt, ist dabei klar: dieselbe Entschlossenheit gegen den Ball behalten und sich im Spiel nach vorne noch mehr zutrauen.