In der II. Liga Mitte hat Sportclub Lockenhaus-Rattersdorf im Derby gegen USC master design Pilgersdorf ein 1:1 hinnehmen müssen. Für die Gäste war der Zähler beim Tabellenzweiten ein wichtiges Lebenszeichen. Obmann Thomas Schlögl sprach nach dem Spiel von einer deutlichen spielerischen Steigerung, mehr Zusammenspiel und einem Auftritt, auf den Pilgersdorf im Tabellenkeller aufbauen will.

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Dass dieses Spiel für beide Seiten kein gewöhnlicher Termin war, merkte man laut Schlögl von Anfang an. „Dadurch, dass Lockenhaus unsere Nachbargemeinde ist, ist das ein Derby gewesen. Derbys sind immer brisant“, sagte der Pilgersdorfer Obmann. Dazu kam die Ausgangslage in der Tabelle: Lockenhaus war als Zweiter in die Partie gegangen, Pilgersdorf vom letzten Platz aus. Gerade deshalb reisten die Gäste aber nicht ohne Hoffnung an. „Wir sind schon hingefahren, um uns etwas auszurechnen“, betonte Schlögl und verwies auch auf eine gute Trainingswoche. Auf dem Platz entwickelte sich dann rasch ein flottes Spiel. Lockenhaus hatte gleich zu Beginn eine Möglichkeit, im Gegenzug verzeichnete Pilgersdorf einen Stangenschuss. Danach blieb die Partie laut Schlögl auf beiden Seiten offen, ohne dass vor der Pause ein Treffer fiel. So ging es mit dem 0:0 in die Kabinen, und aus Sicht der Gäste war „alles noch drinnen in dem Spiel“.
Nach der Pause bekam das Derby dann auch auf der Anzeigetafel Bewegung. In der 53. Minute brachte Marcel Winkler die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Für Pilgersdorf war das aber kein Wirkungstreffer. Schlögl schilderte, dass seine Mannschaft die passende Antwort fand und nur zehn Minuten später zurückkam. In der 63. Minute stellte Fabian Puhr auf 1:1, womit die Gäste ihre starke Phase auch belohnten. Gerade dieser Abschnitt blieb dem Pilgersdorfer Obmann besonders positiv in Erinnerung, weil seine Mannschaft nach dem Ausgleich weiter dranblieb. „Anschließend hatten wir noch eine hundertprozentige Torchance, wo wir den Ball nicht ins Tor gebracht haben“, sagte Schlögl. Er sah Pilgersdorf in der zweiten Halbzeit bei den Chancen sogar besser: „Wir waren von den Chancen her besser, konnten sie jedoch nicht in Tore ummünzen.“ Für den möglichen Auswärtssieg fehlte aus seiner Sicht nur mehr „ein bissl Kaltschnäuzigkeit vorm Tor“.
Dass Pilgersdorf beim Tabellenzweiten nicht nur verteidigte, sondern immer wieder selbst zu seinen Möglichkeiten kam, war für Schlögl einer der wichtigsten Punkte des Abends. Besonders über die Seiten habe seine Mannschaft gute Wege nach vorne gefunden. „Wir sind sehr gut über die Seiten gekommen und haben dadurch auch unser Tor geschossen beziehungsweise in der zweiten Halbzeit noch die eine Chance auf den möglichen Siegestreffer gehabt“, erklärte er. Noch wichtiger als einzelne Angriffe war für ihn aber das Gesamtbild. Nach dem Trainerwechsel und mit der schwierigen Tabellensituation im Rücken gehe es vor allem darum, wieder Sicherheit zu bekommen. „Wichtig ist, dass wir Mut und Selbstvertrauen wieder bekommen“, sagte Schlögl. Genau in diesem Bereich habe er Fortschritte gesehen. „Wir haben besser zusammengespielt, wir haben mehrere Chancen gehabt und gegenüber der Vorwoche war das eine deutliche spielerische Steigerung.“ Dass Pilgersdorf mit Lockenhaus mithalten konnte, stimme ihn deshalb „schon positiv“.
Neben der eigenen Leistung sprach Schlögl auch über den Gegner und über die Art, wie dieses Derby geführt wurde. Lockenhaus verfüge über schnelle und wendige Spieler, darauf habe sich Pilgersdorf aber gut eingestellt. „Wir wussten, dass sie sehr schnelle Spieler haben, und wir haben uns eigentlich gut auf diese Spieler eingestellt“, sagte er. Sein Eindruck: Vielleicht habe der Tabellenzweite nicht seinen besten Tag erwischt, gefährlich bleibe diese Mannschaft mit ihren schnellen Leuten aber trotzdem. Am Ende wertete der Pilgersdorfer Obmann das 1:1 als gerechtes Ergebnis. „Von den Chancen her war das ein gerechtes Unentschieden“, meinte Schlögl, der auch die faire Linie des Spiels hervorhob. Es habe zwar eine kampfbetonte Partie gegeben, aber keine gehässigen oder strittigen Szenen. Entsprechend positiv fiel auch sein Urteil über den Unparteiischen aus: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut.“ Für Pilgersdorf zählt nun vor allem, diesen ersten Punkt mitzunehmen. „Ich hoffe, dass wir den Aufwärtstrend für die nächsten Spiele mitnehmen und hoffentlich bald aus dem Tabellenkeller rauskommen“, sagte Schlögl. Der Fokus liege schon jetzt auf dem nächsten Heimspiel.