Spielberichte

"Das 4:0 direkt nach der Pause hat das Spiel wohl endgültig entschieden" – Schattendorf erlebt einen schwarzen Tag

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ASV Draßburg
SV Schattendorf

In der II. Liga Mitte ist der ASV Draßburg am Freitagabend gegen den SV Schattendorf zu einem klaren 6:0-Heimsieg gekommen. Für Schattendorf-Trainer Gerald Linshalm war die Partie ein "rabenschwarzer Tag", den seine Mannschaft rasch abhaken müsse. Vor allem in der Devensive sah der Coach die Gründe dafür, dass sein Team diesmal deutlich unter den eigenen Erwartungen blieb.


Nahaufnahme der Beine von Spielern beim Training

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Drei Gegentore vor der Pause

Entscheidend wurde der Abend aus Schattendorfer Sicht schon vor dem Seitenwechsel. Bis in die 32. Minute hielt der SV das Ergebnis und Spiel noch offen, dann brachte Gino Linhart die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Nur zwei Minuten später legte Andras Kilin das 2:0 nach, und kurz vor der Pause traf derselbe Spieler auch noch zum 3:0. Damit war Schattendorf schon zur Halbzeit klar im Hintertreffen. Linshalm machte danach keinen großen Bogen um die Ursachen. "Wir waren heute nicht aktiv und bereit genug. Wir haben nicht die gleiche Leidenschaft und Entschlossenheit gezeigt wie in den letzten Wochen", sagte der Trainer. Natürlich schmerzen die Ausfälle und angeschlagenen Spieler, aber das sei nicht der Hauptgrund. Deshalb gehe der Sieg von Draßburg "auch in Ordnung", auch wenn man "über die Höhe diskutieren" könne.

Das 4:0 nimmt jede Hoffnung

Wenn es nach der Pause noch irgendeinen Ansatz für eine Aufholjagd gegeben hatte, war dieser fast sofort wieder weg. Angelo Pöttschacher stellte in der 48. Minute auf 4:0, und genau dieses Tor nannte Linshalm als den Moment, der seiner Mannschaft den wohl letzten Glauben nahm. "Das 4:0 direkt nach der Pause hat uns Energie gekostet, um noch einmal in das Spiel zurückzukommen", erklärte er. Ganz ohne Möglichkeiten blieb Schattendorf danach zwar nicht, doch an diesem Abend passte wenig zusammen. Linshalm sprach von guten Chancen auf den Anschlusstreffer, darunter ein Stangenschuss und eine Szene, in der aus fünf Metern das Tor verfehlt wurde. Sein bitteres Fazit fiel entsprechend aus: "Wir hätten wahrscheinlich zwei Tage durchspielen können und kein Tor gemacht. Ich bin aber lange genug im Fußball um zu wissen, dass es solche Tage leider gibt, auch wenn Sie sehr schmerzhaft sind." Draßburg blieb dagegen aktiv, war laut Linshalm "immer wieder im Konter gefährlich" und schraubte das Ergebnis durch Enes Sagir in der 71. Minute und Sandro Kristianidi in der 81. Minute auf 6:0.

Junge Spieler und die Hoffnung auf Rückkehrer

Viel Positives wollte der Schattendorf-Coach nach dem Schlusspfiff nicht suchen. "Es war einfach ein ganz schwarzer Tag für uns, den wir gut sachlich analysieren müssen und schnellstmöglich abhaken wollen", sagte Linshalm noch einmal deutlich. Ein paar ordentliche Minuten sah er immerhin bei den jungen Einwechselspielern Sergej Popovic und Nick Haring, die Spielzeit sammelten und ihre Sache "wirklich sehr ordentlich" machten. Für die kommenden Tage richtet sich der Blick in Schattendorf nun klar nach vorne. Linshalm hofft, dass angeschlagene und kranke Spieler in dieser Woche zurückkehren, damit der Kader wieder breiter wird und seine Mannschaft an die Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen kann. Nach einem Spiel darf mann die Wochen und positive Tendenz davor nicht wegstreichen. Fakt ist aber, dass man vieles im nächsten Heimspiel besser machen muss um wieder zu punkten. 

II. Liga Mitte: ASV Draßburg : Schattendorf - 6:0 (3:0)

  • 81
    Sandro Kristianidi 6:0
  • 71
    Enes Sagir 5:0
  • 48
    Angelo Pöttschacher 4:0
  • 44
    Andras Kilin 3:0
  • 34
    Andras Kilin 2:0
  • 32
    Gino Linhart 1:0