In der II. Liga Mitte hat sich SV Forchtenstein gegen SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin mit 5:2 durchgesetzt. Trainer Ronald Spuller sprach nach dem Heimsieg von einem verdienten Erfolg, obwohl die Partie über weite Strecken eng blieb. Ausschlaggebend waren für ihn die besseren Chancen, eine starke Effizienz im richtigen Moment und vor allem das 4:2, mit dem das Spiel endgültig auf die Seite der Gastgeber kippte.

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Forchtenstein war von Beginn an gut im Spiel und lag schon nach vier Minuten vorne, als Thomas Andreas Salamon das 1:0 erzielte. Mit dem 2:0 durch Milan Horvath in der 24. Minute schien die Ausgangslage zunächst klarer zu werden, doch lange Ruhe brachte dieser Zwischenstand nicht. Nur drei Minuten später verkürzte Sebastian Sommer für die Gäste auf 2:1, und genau diese Phase meinte Spuller später auch in seiner Einordnung. „Über die 90 Minuten war es ein verdienter Sieg von uns, weil wir die besseren Chancen gehabt haben“, sagte der Trainer. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, dass sich seine Mannschaft zunächst nicht absetzen konnte: „Auch wenn es nach den ersten Treffern immer wieder eng geworden ist.“ So ging Forchtenstein zwar mit einer Führung, aber ohne wirkliche Sicherheit in die Pause.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel legte Forchtenstein wieder vor. In der 51. Minute traf erneut Thomas Andreas Salamon und stellte auf 3:1, doch entschieden war die Partie damit noch nicht. Kaisersdorf blieb im Spiel und kam durch Bencze Zoltan Sipöcz in der 64. Minute wieder auf 3:2 heran. Damit war genau das Bild bestätigt, das Spuller nach dem Schlusspfiff beschrieb: eine enge Partie gegen einen Gegner mit viel Qualität. Erst als Salamon eine Viertelstunde vor Schluss zum 4:2 traf, kippte das Spiel endgültig in Richtung Gastgeber. „Mit dem 4:2 war es dann so, dass man sagen konnte: Jetzt haben wir es auf unserer Seite“, erklärte Spuller. „Bis dahin war es ein sehr enges Spiel, aber das war der Knackpunkt.“ Den Schlusspunkt setzte schließlich Christoph Krenn in der 87. Minute mit dem Treffer zum 5:2-Endstand.
Natürlich stand nach so einem Abend auch der dreifache Torschütze im Mittelpunkt. Thomas Andreas Salamon hatte mit seinem Treffer zum 1:0, dem 3:1 und dem 4:2 entscheidenden Anteil daran, dass Forchtenstein die Partie am Ende klarer aussehen ließ, als sie zwischenzeitlich war. Spuller hob die Bedeutung seines Angreifers ausdrücklich hervor, wollte den Sieg aber nicht nur an einer Person festmachen. „Für uns war es sehr gut, dass er drei Tore in dem Spiel erzielt hat. Er ist ein wichtiger Spieler für uns, einer, der den Unterschied ausmachen kann. Das hat er heute gezeigt“, sagte der Trainer. Noch wichtiger war ihm aber das Gesamtbild: „Im Großen und Ganzen ist es egal, wer die Tore erzielt. Wichtig ist, dass wir so auftreten und Spiele gewinnen.“ Dazu passte auch seine Analyse der eigenen Stärken. „Wir waren heute sehr effizient und haben die Chancen zum richtigen Zeitpunkt genutzt. Ich glaube, das war der Schlüssel zum Sieg.“
Dass Spuller nach dem 5:2 nicht einfach nur zufrieden abhakte, lag auch daran, dass er die Leistung des Gegners hoch einstufte und zugleich noch genug Punkte für die Trainingswoche sah. „Kaisersdorf ist eine richtig gute Mannschaft, mit sehr guten Legionären, spielerisch auf einem sehr hohen Niveau für diese Liga“, sagte der Forchtenstein-Trainer. Umso mehr freute ihn, dass seine Mannschaft gerade gegen so einen Gegner die Punkte holte. Gleichzeitig sprach er aber auch die Gegentore klar an. „Die Tore, die wir kassiert haben, waren trotzdem wieder sehr einfach. Da müssen wir konsequenter sein und besser verteidigen“, forderte Spuller. Genau dort sieht er für die nächsten Wochen den Auftrag: in schwierigen Phasen stabiler zu werden und weniger zuzulassen. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er einverstanden. „Die Schiedsrichterleistung war heute okay“, meinte Spuller. Unterm Strich blieb für Forchtenstein damit ein verdienter Heimsieg, aber auch die klare Erinnerung daran, dass trotz fünf erzielter Tore noch nicht alles rund war.