In der II. Liga Mitte hat ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf das Heimspiel gegen ASK Neutal mit 3:1 gewonnen. Trainer David Witteveen sah den Schlüssel in der ganz frühen Führung: "Das frühe 1:0 war heute der Dosenöffner für uns." Vor der Pause hatte seine Elf mehr vom Spiel, nach dem 2:1 der Gäste blieb Horitschon ruhig und machte mit dem 3:1 den fünften Sieg in Folge fix.
Horitschon war von Beginn an im Spiel und bekam genau jenen Start, den sich David Witteveen gewünscht hatte. Schon in der 5. Minute brachte Konstantin Klein die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und der Trainer machte danach klar, wie wichtig dieser Treffer für den weiteren Verlauf war. "Dann ist es für uns einfach leichter, weil sich der Gegner nicht mehr so hinten reinstellen kann und das Spiel offener wird", erklärte Witteveen. Seine Mannschaft war in dieser Phase das aktivere Team, hatte nach seiner Einschätzung in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel und kam auch zu weiteren guten Möglichkeiten. Ganz ohne Warnschuss blieb es dennoch nicht. Nach einer Unachtsamkeit in der Horitschoner Defensive kam Neutal vor der Pause zu einem Lattenschuss. Mehr ließ der Tabellenführer in dieser Phase aber nicht zu. Kurz vor dem Seitenwechsel fiel dann auch das 2:0: Klein zog von der rechten Seite nach innen, traf mit dem Außenrist die Latte, und Jan Kovacs drückte den Abpraller in der 43. Minute über die Linie. Für Witteveen war die Pausenführung deshalb auch verdient.
Nach der Pause wurde das Spiel naturgemäß etwas offener, weil Neutal mehr Risiko nahm und weiter nach vorne spielte. Genau da sah Witteveen aber auch jene Punkte, die ihm bei seiner Mannschaft nicht gefallen haben. Vor allem bei langen Bällen in die Tiefe hatte Horitschon Probleme. Das 2:1 durch Michael Trummer in der 56. Minute führte der Trainer auf einen Stellungsfehler und ein Kommunikationsproblem zurück. Trotzdem hatte er nie den Eindruck, dass die Partie kippen könnte. "Man hat nie das Gefühl gehabt, dass wir das Spiel aus der Hand geben", sagte Witteveen. Seine Mannschaft antwortete in der 76. Minute genau im richtigen Moment. Janos Nagy spielte einen Lochpass auf Endrit Mucolli, der sich im Eins-gegen-Eins durchsetzte, den Tormann umspielte und zum 3:1 einschob. Ganz durch war die Partie damit aber noch nicht, weil Horitschon die Räume danach nicht sauber genug ausnutzte. Witteveen sprach von einigen Chancen, die seine Elf schlecht genutzt habe. So blieb Neutal im Spiel und kam noch zu einer ganz großen Möglichkeit, die an die Stange ging. "Dann wäre es zum Schluss noch ein bissl brenzlig geworden", meinte der Trainer. So brachte Horitschon den Vorsprung aber letztlich über die Zeit.
Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff, dass Witteveen den Sieg trotz der drei Punkte nicht einfach nur abnickte. "Im Großen und Ganzen war es heute nicht unser bestes Spiel. Wir waren nicht so präsent, wie ich mir das erwartet habe", sagte er offen. Genau das macht den 3:1-Erfolg aus seiner Sicht aber auch interessant, weil Horitschon selbst an einem nicht ganz so starken Tag genug Qualität nach vorne hatte. "Unsere Offensive ist für diese Liga eine Macht", so der Trainer. Diese Einschätzung war auch diesmal gut zu sehen. Drei Tore, weitere Chancen und immer wieder Gefahr im letzten Drittel waren der klare Unterschied zu Neutal. Gleichzeitig sprach Witteveen aber auch deutlich an, wo seine Mannschaft zulegen muss. "Bei den langen Bällen stellen wir uns teilweise zu naiv an. Da müssen wir viel konsequenter sein und die Bälle klären", sagte er. Auch das Verhalten rund um diese Situationen in der Defensive habe ihm nicht gefallen, selbst wenn sein Team am Ende nur zwei wirklich gute Chancen zugelassen habe.
Dass Horitschon am Ende wieder als Sieger vom Platz ging, wertete der Trainer auch als Zeichen dafür, dass seine Mannschaft derzeit mit viel Selbstverständnis auftritt. Neutal beschrieb Witteveen als Gegner, der nie aufgegeben habe, zweikampfstark gewesen sei und mit langen Bällen immer wieder für Probleme gesorgt habe. Umso mehr freute ihn, dass sein Team auch diese Aufgabe gelöst hat. "Wir freuen uns einfach, dass wir den fünften Sieg in Folge erzielt haben, dass die Mannschaft trotzdem noch hungrig ist und in jedem Match von Anfang an Gas gibt", sagte Witteveen. Für ihn zeige das, dass diese Gruppe "den absoluten Siegeswillen hat und etwas erreichen will". Mit 16 Punkten nach sieben Runden bleibt Horitschon damit an der Spitze der II. Liga Mitte. Der Sieg gegen Neutal war nicht das rundeste Spiel der Gastgeber, aber eines, in dem ihre Stärke nach vorne wieder den Ausschlag gegeben hat.