Spielberichte

"Wir sind in der zweiten Halbzeit ruhig geblieben": ASK Neutal macht es erst spät deutlich

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ASK Neutal
SV Forchtenstein

In der II. Liga Mitte hat sich ASK Neutal am Freitagabend mit 4:1 gegen den SV Forchtenstein durchgesetzt. So klar, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war die Partie laut Trainer Dieter Komanovits aber lange nicht. Neutal erlebte eine offene erste Hälfte, blieb nach der Pause geduldig und zog erst nach dem 2:1 in der Schlussphase noch deutlich davon.


Ball liegt bei der Eckfahne - leeres Spielfeld

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Vor der Pause war alles offen

Dass am Ende ein 4:1 auf der Anzeigetafel stand, deutete in der Anfangsphase noch wenig darauf hin. "Forchtenstein hatte die erste Topchance bereits nach wenigen Minuten. Da hatten wir durchaus Glück, dass wir nicht sofort in Rückstand geraten sind", sagte Komanovits nach dem Spiel. Danach fand Neutal aber besser hinein, kombinierte gefälliger und kam selbst zu Möglichkeiten. In der 27. Minute brachte Michael Trummer die Gastgeber in Führung, nachdem Daniel Hammerschmiedt über die linke Seite stark vorbereitet hatte. Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten, denn Gernot Leitner stellte in der 35. Minute auf 1:1. Noch vor der Pause gab es dann auch jene Szene, über die am ehesten diskutiert wurde: einen Handelfmeter für Neutal, den der Forchtensteiner Tormann entschärfen konnte. So ging es mit einem 1:1 in die Kabinen, und genau dieses Zwischenresultat passte auch zum Eindruck eines bis dahin sehr ausgeglichenen Spiels.

Das 2:1 war der Knackpunkt

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie laut dem Neutaler Trainer zunächst auf Augenhöhe. "Bis zur 60. Minute war das Spiel ausgeglichen", sagte Komanovits, ehe er bei seiner Mannschaft zunehmend mehr Zugriff sah. Neutal hatte nun mehr vom Spiel, blieb am Drücker und wurde in der 76. Minute belohnt. Nach einer Standardsituation war David Pastuovic per Kopf zur Stelle und stellte auf 2:1. Für Komanovits war genau dieses Tor der entscheidende Moment des Abends. "Wir sind in der zweiten Halbzeit ruhig geblieben. Wir haben gewusst, dass wir weitere Chancen kriegen. Das 2:1 war dann ausschlaggebend", erklärte er. Danach bekam Neutal die Partie laut seinem Trainer sehr gut unter Kontrolle, während Forchtenstein in der Schlussphase nicht mehr entscheidend zusetzen konnte. Michael Trummer erhöhte in der 90. Minute auf 3:1, und in der Nachspielzeit staubte Armin Kocsis nach einer Abwehr des Gästetormanns aus kurzer Distanz zum 4:1-Endstand ab.

Vieles passte über die Flügel, trotzdem blieb Kritik hängen

Komanovits konnte dem Abend also einiges Positives abgewinnen, ohne das Resultat einfach nur abzufeiern. "Wir haben sehr gut kombiniert und sehr gut über die Flügel gespielt. Im Abschluss waren wir in der zweiten Halbzeit auch effizient", sagte der Neutaler Trainer. Gleichzeitig sprach er aber auch klar an, was ihm weniger gefallen hat. "Speziell in der Anfangsphase der ersten Halbzeit haben wir zu viele Möglichkeiten für Forchtenstein zugelassen. Das hätte auch anders ausgehen können", meinte er und lieferte damit gleich die wichtigste Mahnung trotz des klaren Heimsiegs mit. Entsprechend respektvoll fiel auch seine Einschätzung des Gegners aus. Forchtenstein sei sehr beweglich gewesen und habe Neutal vor allem in der ersten Hälfte stark gefordert. In Summe sah Komanovits ein gutes und für die Zuschauer interessantes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Auch das Schiedsrichterteam kam bei ihm gut weg. Abgesehen von der Diskussion um den Handelfmeter attestierte er dem Unparteiischen und seinen Assistenten eine "sehr gute Leistung". Unter dem Strich bleibt für Neutal damit ein verdienter Sieg, der laut dem eigenen Trainer allerdings um ein Tor oder zwei zu hoch ausgefallen ist. In der Tabelle hält der ASK nach acht Runden nun bei zehn Punkten.

II. Liga Mitte: Neutal : Forchtenstein - 4:1 (1:1)

  • 93
    Armin Kocsis 4:1
  • 90
    Michael Trummer 3:1
  • 76
    David Pastuovic 2:1
  • 35
    Gernot Leitner 1:1
  • 27
    Michael Trummer 1:0