Spielberichte

Rohrbachs Knackpunkte: das 2:0 vor der Pause und Grubmüllers Parade

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Rohrbach
Kaisersdorf/Markt St. Martin

In der II. Liga Mitte hat SV Rohrbach am Freitagabend gegen SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin einen 3:1-Heimsieg eingefahren. So klar, wie sich das Ergebnis liest, war die Partie nach Einschätzung von Trainer Hannes Friesenbichler aber nicht. Für ihn waren vor allem das 2:0 kurz vor der Pause, das schnelle 3:0 nach dem Seitenwechsel und eine starke Parade von Timon Grubmüller beim Stand von 1:0 die entscheidenden Momente.


Fußballspieler mit weißen Stutzen, in die Löcher geschnitten sind

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Schwieriger Start, dann schlägt Rohrbach zu

Ein Selbstläufer war der Abend für die Gastgeber von Beginn an nicht. Friesenbichler schilderte einen Start, in dem die Gäste zunächst mehr vom Spiel hatten und Rohrbach mit Aggressivität und guten Kombinationen unter Druck setzten. "Zu Beginn hatte Kaisersdorf mehr vom Spiel. Sie haben uns mit ihrer Aggressivität, aber auch mit guten Kombinationen in Bedrängnis gebracht", sagte der Trainer. Rohrbach habe nach der spielfreien Zeit erst wieder in den Rhythmus finden müssen, sei aber ruhig geblieben und habe versucht, das eigene Kombinationsspiel aufzuziehen. Trotzdem stand es bereits in der 12. Minute 1:0: Sandro Mandl brach laut Friesenbichler über die linke Seite durch, wurde im Strafraum gefoult und Emil Haladej verwandelte den Elfmeter sicher. Auch danach blieb die Partie offen, weil die Gäste weiter gefährlich waren und Rohrbach zunächst noch nicht jene Kontrolle hatte, die man aus den Wochen davor gewohnt war.

Vor der Pause legt Rohrbach nach, nach dem Seitenwechsel folgt das 3:0

Gerade deshalb maß Friesenbichler zwei Szenen besonderes Gewicht bei. Zum einen war da die Parade von Timon Grubmüller beim Stand von 1:0, als die Gäste eine ganz große Möglichkeit auf den Ausgleich hatten. "Wenn wir da den Ausgleich bekommen, kann das Spiel natürlich wieder kippen", sagte der Rohrbach-Coach. Zum anderen fiel mit dem 2:0 in der 39. Minute genau jenes Tor, das für ihn der erste echte Knackpunkt war. Friesenbichler sprach von einer "wunderschönen Kombination" über Christopher Scheiber und Haladej, ehe Samuel Mischitz aus rund 16 Metern ins lange Eck traf. Mit diesem Polster ging Rohrbach in die Pause, sprach dort laut Trainer "das eine oder andere" an und setzte das nach Wiederbeginn schnell um. Die Gastgeber wurden offensiver, drückten den Gegner besser hinein und erhöhten in der 57. Minute durch Tobias Wendl auf 3:0. "Das waren für mich die Knackpunkte: der gehaltene Schuss beim 1:0 und das 2:0 beziehungsweise dann das 3:0", brachte es Friesenbichler auf den Punkt.

Effizient vor dem Tor, aber noch nicht am gewünschten Niveau

Dass Rohrbach am Ende verdient gewann, leitete Friesenbichler vor allem aus der Chancenverwertung ab. "Besonders gut funktioniert haben natürlich die Abschlüsse, weil wir eigentlich jeden zweiten Ball verwertet haben", sagte er. Auch wenn er den Sieg unterm Strich klar auf seiner Seite sah, sparte er die Dinge, die noch besser werden sollen, nicht aus. Rohrbach wolle wieder von Beginn an dominanter auftreten, den Gegner früher hineindrücken und mit Pass- und Kombinationsspiel mehr Kontrolle herstellen. Genau daran werde man in den nächsten ein, zwei Wochen arbeiten. Positiv hob der Trainer neben den Torschützen auch Darko Anicic hervor, der defensiv eine starke Zweikampfleistung gezeigt habe. Die Gäste stufte Friesenbichler zugleich als einen der besseren Gegner ein, gegen die seine Mannschaft in letzter Zeit gespielt habe. Sie blieben mit ihren Bällen in die Tiefe gefährlich, gaben nicht auf und kamen durch Manuel Wiedenhofer in der 89. Minute noch zum 3:1. Auch die Leitung des Unparteiischen bewertete der Rohrbach-Trainer als unauffällig und souverän. So blieb unter dem Strich ein Heimsieg, der laut Friesenbichler verdient war, aber auch klar zeigte, wo Rohrbach noch zulegen will.

II. Liga Mitte: Rohrbach : Kaisersdorf/Markt St. Martin - 3:1 (2:0)

  • 89
    Manuel Wiedenhofer 3:1
  • 57
    Tobias Wendl 3:0
  • 39
    Samuel Mischitz 2:0
  • 12
    Emil Haladej 1:0