In der II. Liga Mitte kassierte der ASV Draßburg gegen die SPG L - O - K eine 1:2-Heimniederlage, obwohl die Gastgeber laut sportlichem Leiter Oliver Frank über weite Strecken das aktivere Team waren. Zwei Gegentore vor der Pause brachten Draßburg in Rückstand, nach dem frühen Anschlusstreffer reichte das Anrennen aber nicht mehr. Frank fasste die bittere Partie mit einem markanten Satz zusammen: "Wir sind in Schönheit gestorben."

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Der Spielverlauf war aus Draßburger Sicht schnell unangenehm. In der 12. Minute brachte Maximilian Schöll die Gäste mit 1:0 in Führung, in der 32. Minute legte Endrit Kuqi zum 2:0 nach. Damit lief Draßburg schon vor der Pause einem klaren Rückstand hinterher, obwohl Oliver Frank seine Mannschaft keineswegs als unterlegen sah. "Entscheidend war sicherlich das rasche 0:2. Das war natürlich auch für uns ein kleines Schockerlebnis", sagte der sportliche Leiter und Vorstandsvorsitzende in Personalunion. Gerade dieser frühe Doppelschlag gab dem Abend aus Sicht der Gastgeber die Richtung vor. Zur Halbzeit stand es 0:2, und Draßburg musste nachjustieren. Dass die Mannschaft nach dem Seitenwechsel noch einmal zurückkam, zeigte zumindest, dass sie sich mit der Partie nicht abgefunden hatte. Bereits in der 51. Minute verkürzte Lorenz Nezaj auf 1:2. Danach rannte Draßburg an, blieb am Drücker und versuchte, das Spiel doch noch zu drehen. Frank sprach von einem "Anrennen nach der Pause", das gezeigt habe, "was auch in der Mannschaft steckt".
Gerade dieser zweite Durchgang passt zu jener Analyse, die Oliver Frank nach dem Spiel in den Mittelpunkt stellte. Er nahm seine Mannschaft bei Einsatz, Laufbereitschaft und spielerischer Linie ausdrücklich in Schutz. "Man kann den Jungs eigentlich keinen Vorwurf bezüglich des Aufwands oder der spielerischen Linie machen", sagte er. Aus seiner Sicht war Draßburg "über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft" und habe den eigenen Ballbesitzfußball phasenweise "richtig stark aufgezogen". Der Vorwurf richtete sich daher nicht gegen die Art, wie seine Elf ins Spiel kam, sondern gegen den Ertrag daraus. "Fußball wird nicht an der Optik gemessen, sondern an der Effizienz", hielt Oliver Frank fest. Genau dort sah er die Wurzel der Niederlage. Draßburg hatte laut seiner Einschätzung mehrere Möglichkeiten auf den Ausgleich, ließ diese aber liegen. "Diese Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hat uns leider gefehlt", sagte Frank. Entsprechend deutlich fiel auch sein Gesamturteil aus: "Eigentlich muss man ehrlich sagen: Dieses Spiel darfst du gar nicht verlieren."
Dass die Niederlage trotzdem Realität wurde, hatte für Oli Frank noch einen zweiten Grund. Neben der mangelnden Effizienz verwies er auf die wiederkehrenden Probleme bei ruhenden Bällen. "Das Thema war eben, dass wir wie schon in den letzten Spielen immer wieder durch Standardsituationen einen Gegentreffer bekommen", sagte er. Gerade das 0:1 fiel nach einem Eckball und blieb aus Draßburger Sicht diskutabel. Frank schilderte die Szene so, dass Tormann Bence Acsadi aus seiner Sicht bereits die Hand am Ball gehabt habe. Der Schiedsrichter bewertete die Situation anders, ließ weiterspielen, und daraus resultierte die Führung der Gäste. Frank formulierte seine Sicht klar, ohne die Niederlage allein daran festzumachen: "Wenn der Schiedsrichter das so entscheidet, soll es so sein. Aber grundsätzlich denke ich, dass es ein Tormann-Foul war." Entscheidend war für ihn aber auch, dass die Spielgemeinschaft ihren Plan konsequent durchzog. "Die SpG L-O-K zeigte eine über 90 Minuten eine couragierte Leistung". Besonders ihre Kompaktheit und die Bereitschaft, "bis zur letzten Minute" zu kämpfen, hätten den Ausschlag gegeben.
Trotz der Enttäuschung wollte Frank den Blick nicht nur auf das Ergebnis verengen. Er hob hervor, dass die Mannschaft grundsätzlich vieles von dem gezeigt habe, was man intern erwartet hatte: "Einsatzbereitschaft, Laufbereitschaft, spielerische Qualität." Dazu kam, dass bei Draßburg zuletzt mit Josef Kühbauer vorübergehend ein neuer Mann an der Seitenlinie übernommen hat, Trainer Dominik Schiefer fällt aktuell krankheitsbedingt aus, welcher laut dem sportlichen Leiter sofort einen frischen Impuls eingebracht habe. Auch deshalb fiel sein Urteil über die Leistung nicht nur negativ aus. Er hatte den Eindruck, dass der Matchplan "ganz gut umgesetzt" worden sei, auch wenn der letzte Schritt vor dem Tor fehlte. Gleichzeitig warnte er davor, die Gäste zu unterschätzen. Frank bezeichnete die Spielgemeinschaft als "gute", "sehr kompakte" und "taktisch sehr gut eingestellte Mannschaft", die in dieser Liga noch für weitere Überraschungen sorgen könne. Für Draßburg geht der Blick nach zwei Niederlagen in Serie nun bereits zum nächsten Freitag, wenn auswärts ASK Weppersdorf wartet. Oliver Frank machte klar, dass die aktuelle Phase schmerzt, aber keine Panik auslöst: "Das wirft uns nicht aus der Bahn." Die Richtung für die kommenden Tage ist damit vorgegeben. Draßburg will die spielerische Dominanz wieder zeigen, diesmal aber mit mehr Konsequenz. Oder, wie es Frank selbst formulierte: "Dort geht es um ein einziges Ziel: Wiedergutmachung."