In der II. Liga Mitte hat sich SV Draßmarkt mit SV Oberloisdorf ein lebhaftes Spiel geliefert, das die Gäste nach zwei Ausgleichen noch mit 4:2 für sich entschieden. Trainer Stefan Artner sah den Schlüssel nicht nur im Dreierpack von Otto Benjamin Kovacs, sondern vor allem in der Ruhe seiner Mannschaft: „Nach dem 2:2 sind wir nicht hektisch geworden und bei unserem Spiel geblieben.“

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Der Auswärtssieg hatte aus Sicht von Artner keinen ganz geraden Beginn. „Grundsätzlich bin ich mit dem Auftritt sehr zufrieden. Wir hatten wieder einen klaren Plan, wie wir den Gegner mit und gegen den Ball bespielen wollen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Gerade in der Anfangsphase sah er seine Mannschaft allerdings noch nicht auf dem gewünschten Niveau. „In der ersten halben Stunde waren wir noch nicht ganz stabil und hatten auch ein, zwei Situationen, in denen wir Glück hatten.“ Trotzdem ging Oberloisdorf in der 19. Minute in Führung, als Otto Benjamin Kovacs das 0:1 erzielte. Die Antwort der Gastgeber ließ aber nicht lange auf sich warten, denn Wilhelm Leser stellte nur zwei Minuten später auf 1:1. Noch vor der Pause gelang den Gästen dennoch wieder der Schritt nach vorne: In der 44. Minute traf erneut Kovacs und brachte Oberloisdorf mit 2:1 in Front.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen, weil Daniel Feher in der 49. Minute zum 2:2 ausglich. Genau diese Phase hob Artner später als einen der wichtigsten Punkte des Spiels hervor. „Wichtig war, dass wir sowohl nach dem 1:1 als auch nach dem 2:2 nicht nervös geworden sind und weiter bei unserem Spiel geblieben sind“, sagte er. Dass Oberloisdorf in der Schlussphase noch einmal davonzog, hatte viel mit Otto Benjamin Kovacs zu tun. Artner beschrieb dessen erstes Tor als stark erkämpften Ball, einen Doppelpass und einen Schuss aus gut 20 Metern ins Kreuzeck. Beim 1:2 und beim 2:3 wurde Kovacs jeweils mit Pässen in die Tiefe geschickt, zunächst traf er im Rutschen ins lange Eck, später schob er in Minute 74 trocken zum 3:2 ein. Den letzten Treffer des Nachmittags erzielte dann Gergely Horvath, der in der 83. Minute einen Abpraller zum 4:2 verwertete.
Für Artner lag der Unterschied am Ende weniger im bloßen Ergebnis als in der Entwicklung seiner Mannschaft über die 90 Minuten. „Danach haben wir das Spiel immer besser kontrolliert“, sagte er über die Zeit nach der noch unsauberen Anfangsphase. Vor allem mit dem zweiten Durchgang war der Trainer einverstanden. Oberloisdorf habe die Räume besser besetzt und auch gegen den Ball deutlich sauberer gearbeitet als noch zuletzt. „Wir haben in der zweiten Halbzeit keine nennenswerte Chance mehr zugelassen, gleichzeitig selbst weitere gute Möglichkeiten herausgespielt“, so Artner. Dazu kam aus seiner Sicht auch ein klarer Vorteil in der Physis. „Wir konnten noch einmal zulegen.“ Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt aber nicht stehen lassen. „Wir haben wieder zwei unnötige Tore bekommen. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben.“ Gerade deshalb klang seine Analyse trotz vier erzielter Tore nicht nach Selbstzufriedenheit, sondern nach einem Sieg, der schon wieder neue Aufgaben mit sich bringt.
Dass Draßmarkt unangenehm zu bespielen ist, stellte der Oberloisdorf-Coach ausdrücklich nicht in Abrede. Er bezeichnete die Gastgeber speziell im Zentrum als gut aufgestellt und betonte, dass seine Mannschaft auf genau diese Stärken vorbereitet gewesen sei. Einen zusätzlichen Einfluss auf den Verlauf sah er auch in der frühen Verletzung auf Draßmarkter Seite, die dem Heimteam nach seiner Einschätzung wehgetan habe. Den eigenen Erfolg wollte er dadurch aber nicht relativieren. „Nichtsdestotrotz haben wir uns klar und verdient durchgesetzt“, meinte Artner. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters zeigte er sich einverstanden. „Er hat bei beiden Mannschaften die gleiche Linie durchgezogen, seine Entscheidungen waren nachvollziehbar. Auch der Elfmeterpfiff gegen uns war für mich klar.“ Unterm Strich bleibt für Oberloisdorf damit ein Auswärtssieg, bei dem für den Trainer vor allem zählte, wie seine Mannschaft im Spiel zulegte. „Dass wir die Vorgaben aus der Halbzeit in der zweiten Halbzeit gut umgesetzt haben, zeigt für mich eine gute Entwicklung während des Spiels.“