In der II. Liga Mitte trennten sich SV 7023 Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf und SPG Kaisersdorf/Markt St. Martin mit 0:0. Viel Betrieb vor den Toren gab es in dieser Partie nicht, dafür viel Arbeit gegen den Ball. Trainer Dadi Ursman Maxell sprach nach dem Schlusspfiff von einer „richtigen 0:0-Partie“, die vor allem auf Kontrolle und Ordnung ausgerichtet war. „Das Spiel war eine richtige 0:0-Partie, weil beide Mannschaften an diesem Tag einfach ersatzgeschwächt waren“, sagte er. Aufseiten der Gastgeber fehlten laut Trainer einige kranke Spieler, aber auch die Gäste hatten mit Ausfällen zu kämpfen. Genau das prägte den Nachmittag: wenig Risiko, kaum offene Räume und ein Spiel, in dem keine Mannschaft über längere Zeit das Kommando so klar an sich ziehen konnte, dass daraus zwingender Druck entstand.

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Wenn es einen Moment gab, in dem Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf mehr als nur ein Ansatz auf den Führungstreffer da war, dann lag dieser nach Einschätzung des Trainers rund um die 60. bis 70. Minute. Maxell hob dabei Martin Haider hervor, der mit einem guten Schuss aus der Distanz die beste Aktion der Heimischen hatte. „Martin Haider hatte einen sehr guten Schuss, aber der gegnerische Tormann hat gut in Richtung Stange abgewehrt“, schilderte der Trainer die Szene. Mehr echte Hochkaräter wollte er auf beiden Seiten aber nicht gesehen haben. „In 90 Minuten gab es auf beiden Seiten nicht wirklich hundertprozentige Torchancen“, meinte Maxell. Die Gäste kamen laut seiner Beobachtung vor allem nach Standards zu gefährlichen Situationen, wirklich zwingend sei aber auch das nicht gewesen. So blieb es eine Partie, in der vieles angedeutet wurde, der letzte klare Abschluss aber meist ausblieb.
Dass der Punkt für die Gastgeber trotzdem Wert hat, erklärte der Trainer weniger mit dem nackten Ergebnis als mit dem, was seine Mannschaft nach den vergangenen Wochen auf den Platz brachte. „Für uns war nach zwei Niederlagen und neun Gegentoren in den vergangenen zwei Spielen sehr wichtig, defensiv kompakt zu stehen“, sagte Maxell. Genau das sei seiner Mannschaft gelungen. Er sprach von einer aggressiven, aktiven und in den Zweikämpfen präsenten Vorstellung, vor allem aber von einer Mannschaft, die taktisch sehr gut gestanden habe. Dazu kommt, dass laut Maxell gleich vier Stammspieler fehlten. Umso positiver fiel seine Bilanz über jene Spieler aus, die diesmal stärker in den Vordergrund rücken mussten. „Wenn wir im letzten Drittel sauberer gespielt hätten, hätten wir uns vielleicht noch zwei, drei Möglichkeiten erarbeiten können“, erklärte er. Auch später wurde er in dieser Analyse noch konkreter: „Wir müssen im letzten Drittel genauer und zielstrebiger spielen.“ Genau dieser letzte saubere Ball habe seiner Mannschaft an diesem Tag gefehlt. Insgesamt fiel sein Fazit aber bewusst positiv aus. Trotz vieler Ausfälle sei er „sehr zufrieden“ mit dem Auftritt gewesen, weil die Mannschaft den Wettkampf angenommen und geschlossen gearbeitet habe. Auch über den Gegner fand er respektvolle Worte. Kaisersdorf/Markt St. Martin sei ebenfalls sehr kompakt und diszipliniert aufgetreten, weshalb das torlose Remis für ihn am Ende stimmig war. Sogar mit der Leistung des Schiedsrichters zeigte sich Maxell einverstanden: „Er hat das Spiel gut geleitet.“ Für Zemendorf-Stöttera-Pöttelsdorf bleibt damit ein Punkt, der vor allem über die gewonnene Stabilität Bedeutung bekommt.