USC master design Pilgersdorf hat dem Spitzenreiter ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf beim 1:1 einen Punkt abgenommen. Lange sah es nach einem Heimsieg aus, ehe der Ausgleich tief in der Nachspielzeit fiel. Für Obmann Thomas Schlögl überwog trotz des späten Gegentores das Positive: Pilgersdorf hielt spielerisch, läuferisch und körperlich voll dagegen und brachte den Tabellenführer an den Rand der Niederlage.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Gastgeber gingen mit Rückenwind in diese Partie. Schlögl erinnerte daran, dass Pilgersdorf in den vergangenen drei Spielen fünf Punkte geholt hatte und entsprechend selbstbewusst auftrat. „Wir sind voller Elan und von unserem Trainerteam gut eingestellt in die Partie gegangen“, sagte der Obmann. Genau so präsentierte sich seine Mannschaft auch gegen den Tabellenführer. Es war von Beginn an ein körperbetontes, schnelles Spiel, in dem es auf beiden Seiten flott hin und her ging. Pilgersdorf spielte laut Schlögl immer wieder gut über die Außenbahnen und setzte damit Nadelstiche. In der 30. Minute wurde das auch belohnt: Nachdem Horitschon den Ball nicht entscheidend klären konnte, zog Zsolt Takacs aus rund 16 bis 20 Metern ab und traf unter die Latte zum 1:0. Bis zur Pause versuchten die Gäste zwar, den Ausgleich zu erzwingen, doch Pilgersdorf verteidigte aufmerksam und nahm die Führung mit in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich für Schlögl zunächst wenig am Bild. Pilgersdorf blieb im Spiel, hielt das Tempo mit und ließ den Favoriten nicht davonziehen. „Wir haben gegen den Tabellenführer eine super Partie abgeliefert“, sagte er, und diese Einschätzung zog sich durch seine ganze Analyse. Besonders gefiel ihm, dass seine Mannschaft die Offensivleute des Gegners lange gut im Griff hatte und gleichzeitig selbst immer wieder gefährlich wurde. Über die Seiten, aber auch mit viel Einsatz gegen den Ball, hielt Pilgersdorf die Gäste lange vom Ausgleich ab. Der fiel erst in der vierten Minute der Nachspielzeit, als Stefan Trenker noch zum 1:1 traf.
Dass dieses 1:1 trotz des bitteren Zeitpunkts nicht nur Enttäuschung hinterließ, lag für Schlögl an der gesamten Leistung seiner Mannschaft. „Es hat ein Quäntchen Glück gefehlt, dass wir das 1:0 rüberbringen“, sagte er, schob aber auch nach: „Im Endeffekt ist es ein gerechtes Unentschieden.“ Damit brachte er die Gemütslage in Pilgersdorf ziemlich genau auf den Punkt. Der Ausgleich tat weh, die Leistung stimmte trotzdem. Schlögl sprach von einer sehr ausgeglichenen, intensiven Partie und hob hervor, dass seine junge Mannschaft in vielen Bereichen eine positive Entwicklung zeigt. Auch rund um das Spiel blieb einiges hängen: Viele Zuschauer sahen eine flotte Unterhaus-Partie, in der es gegen Ende zwar hektischer wurde. Für Pilgersdorf ist der Blick daher schnell wieder nach vorne gerichtet. „Der einzige Wermutstropfen war der Ausgleich in der vierten Minute der Nachspielzeit. Sonst kann ich unserer Mannschaft nichts vorwerfen“, sagte Schlögl. Und genau mit diesem Gefühl will man nun in die nächsten Wochen gehen: Kopf hoch, weiter Gas geben und an den nächsten Punkten arbeiten.