Spielberichte

„Die letzten paar Prozent haben gefehlt“ – Forchtenstein war effektiver.

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SV Schattendorf
SV Forchtenstein

In der II. Liga Mitte hat der SV Schattendorf am Samstag gegen den SV Forchtenstein mit 1:4 verloren. Gerald Linshalm sah dabei über weite Strecken kein Spiel, in dem seine Mannschaft klar unterlegen war. Nach frühem Rückstand kam Schattendorf zurück, hatte laut dem Trainer sogar die besseren Möglichkeiten, ließ den Gegner aber in den entscheidenden Zonen zu oft den einen Schritt konsequenter agieren.


Fußballspieler mit weißen Stutzen, in die Löcher geschnitten sind

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, dann eine starke Phase der Gastgeber

Aus Sicht von Linshalm begann die Partie zunächst so, wie es sich Schattendorf vorgenommen hatte. „Wir sind eigentlich gut in das Spiel gestartet, mit all den Sachen, die wir uns an diesem Tag vorgenommen haben“, sagte der Trainer. Dann kippte die Anfangsphase aber früh, weil ein individueller Fehler und ein Ballverlust Forchtenstein die erste Möglichkeit eröffneten. Diese nutzten die Gäste sofort: Yannick Tatar stellte schon in der 4. Minute auf 0:1. Schattendorf ließ sich davon aber nicht aus der Bahn bringen und kam in der 16. Minute durch Mateo Guttmann zum 1:1 zurück.

Vor der Pause verpasst, nach der Pause bestraft

Genau in dieser Phase sah Linshalm den Punkt, an dem sich seine Mannschaft schon früher hätte belohnen können. „Wir hätten das Spiel drehen müssen und in Führung gehen“, sagte er mit Blick auf die erste Hälfte. Forchtenstein habe bis auf ein, zwei Flankenbälle und Weitschüsse aus großer Distanz wenig Möglichkeiten, Schattendorf dagegen habe die klareren Strafraummomente gehabt. Besonders ins Gewicht fielen für ihn zwei Großchancen kurz vor der Pause, die ungenutzt blieben. So ging es mit dem 1:1 in die Kabinen. Auch nach dem Seitenwechsel sah der Trainer zunächst seine Elf vorne, weil Daniel Haring mit einem Driplling und anschließenden Schuss im Sechzehner die erste Möglichkeit der zweiten Hälfte hatte. Danach schlug Forchtenstein aber bei seiner ersten echten Chance nach der Pause zu. Ein seitlicher Freistoß wurde in der 60. Minute verwertet, Marc Christian Brunner traf zum 1:2. Schattendorf versuchte laut Linshalm zwar noch einmal zurückzukommen, kam aber nur noch zu zwei Halbchancen im Strafraum. Als Dino Guc in der 89. Minute einen Konter zum 1:3 abschloss, war die Partie für den Schattendorfer Coach entschieden. In der Nachspielzeit erhöhte Guc noch auf 1:4, Linshalm sprach dabei von einem unnötig verursachten Elfmeter, der zum Tag passte.

„In beiden Sechzehnern“ war Forchtenstein entschlossener

So deutlich das Ergebnis am Ende ausfiel, so klar fiel auch die Einordnung des Trainers aus. Linshalm stellte nicht in Abrede, dass der Sieg der Gäste in Ordnung ging, auch wenn er seinem Team mehr Spielanteile und insgesamt die besseren Möglichkeiten zuschrieb. „Forchtenstein war an diesem Tag in dem Bereich, wo es um die Punkte geht, in beiden Sechzehnern die entschlossenere Mannschaft“, sagte er. Genau dort habe für Schattendorf das letzte Stück gefehlt. Auf die Frage nach dem entscheidenden Unterschied formulierte er es noch direkter: „Die paar Prozent mehr Entschlossenheit von Forchtenstein. Sie haben ihr Spiel mit hohen Bällen durchgezogen und waren in den paar Momenten, die sie hatten, einfach effizienter als wir.“ Auch deshalb kreiste seine Analyse um die entscheidenden Szenen vor beiden Toren.

„Wir müssen jede Woche ein neues Team aufs Feld schicken“

Linshalm sah darin aber sehr wohl einen Faktor, der die Situation erschwert. „Für uns ist es natürlich immer wieder schwer, dass wir jede Woche mit ein bis drei Ausfällen ein neues Team aufs Feld schicken müssen“, sagte er. „Das soll keine Entschuldigung sein, aber es hilft natürlich auch nicht, Stabilität in der jetzigen Situation zu bekommen.“ Auch damit passt die Niederlage ins Bild seiner Gesamtbewertung dieses Nachmittags. Schattendorf war nach seiner Sichtweise lange im Spiel, ließ sich vom frühen 0:1 nicht sofort aus der Bahn bringen und kam verdient zurück. Die Punkte blieben aber bei einem Gegner, der seine Chancen konsequenter nutzte. Oder, wie es Linshalm selbst zusammenfasste: „Der Unterschied lag in der Effizienz und Chancenauswertung von Forchtenstein und in der Entschlossenheit in dieser Zone. Daher waren Sie dann auch der verdiente Sieger.“

II. Liga Mitte: Schattendorf : Forchtenstein - 1:4 (1:1)

  • 93
    Dino Guc 1:4
  • 89
    Dino Guc 1:3
  • 60
    Marc Christian Brunner 1:2
  • 16
    Mateo Guttmann 1:1
  • 4
    Yannick Tatar 0:1