In der II. Liga Mitte hat sich ASK eco-puls Horitschon-Unterpetersdorf im Derby gegen SPG L - O - K mit 1:0 durchgesetzt. Nach einem zähen 0:0 zur Pause brauchte es bis zur 72. Minute, ehe die Gastgeber die kompakte Gästeabwehr knackten. Trainer David Witteveen sah den Unterschied vor allem nach dem Seitenwechsel: "Wir wollten es in der zweiten Halbzeit mehr als der Gegner."

Image by Med Ahabchane from Pixabay
Dass es für Horitschon kein einfacher Nachmittag werden würde, zeigte sich laut Witteveen schon früh. Seine Mannschaft hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, fand gegen die tief stehenden Gäste zunächst aber kaum Lösungen. "In der ersten Halbzeit haben wir uns extrem schwergetan gegen einen tief stehenden Gegner", sagte der Trainer. Vor allem im Spiel ohne Ball fehlte ihm zu Beginn zu viel. "Wir waren einfach zu statisch und haben keine Räume öffnen können", brachte er es auf den Punkt. Die SPG machte die Räume eng, stand kompakt und diszipliniert und ließ den Tabellenführer nur schwer in gefährliche Zonen kommen. So entwickelte sich eine Partie, in der Horitschon zwar mehr vom Spiel hatte, sich für diesen Aufwand bis zur Pause aber nicht belohnen konnte.
In der Halbzeit wurde dieser Punkt laut Witteveen klar angesprochen, und genau darin lag für ihn später auch der Schlüssel zum Sieg. "Die Mannschaft hat das in der zweiten Halbzeit sehr gut umgesetzt", sagte er. Horitschon trat nach dem Seitenwechsel deutlich aktiver auf, war im letzten Drittel beweglicher und blieb insgesamt dominanter als noch vor der Pause. Der Lohn kam in der 72. Minute: Die Gastgeber spielten den Angriff über die Seite gut aus, die Flanke kam in die Mitte und Endrit Mucolli verwertete mit dem Oberschenkel zum 1:0. Für Witteveen war es "ein sehr schönes Tor". Danach hatte Horitschon das Spiel nach seiner Einschätzung klar im Griff, auch wenn es die Mannschaft in der Schlussphase, als die Gäste alles nach vorne warfen, "nicht so intelligent fertig gespielt" habe.
Dass es am Ende trotzdem beim knappen, aber wichtigen Heimsieg blieb, lag für Witteveen auch an der Arbeit gegen den Ball. "Gut funktioniert hat, dass wir in der Defensive gut gestanden sind und nichts zugelassen haben", erklärte der Horitschon-Coach. Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, wo seine Mannschaft noch zulegen muss. "In der Offensive brauchen wir in Zukunft mehr Bewegung ohne Ball und mehr Entschlossenheit Richtung Tor." Die Gäste hätten es seiner Elf mit ihrer aggressiven und kompakten Art sehr schwer gemacht, dazu sei es ein hitziges Spiel mit vielen Unterbrechungen gewesen. "Grundsätzlich geht der Sieg absolut in Ordnung", sagte Witteveen dennoch. Mit dem 1:0 behauptet Horitschon die Tabellenführung in der II. Liga Mitte, nimmt aus einem engen Derby drei Punkte mit und weiß zugleich genau, woran bis zum nächsten Auftritt weiterzuarbeiten ist.