Spürbarer Gegenwind prägte den Nachmittag in der II. Liga Nord, wo der SC Gattendorf und der ASV Poolshop Austria Neufeld sich ein intensives Duell lieferten, das schließlich 3:3 endete. Für Dietmar Bader, Trainer der Gattendorfer, war der Wind ein zentraler Faktor: "Wir haben gut begonnen, früh das 1:0 gemacht, sind dann aber mehr und mehr zurückgedrängt worden, weil wir gegen den Wind gespielt haben und weil Neufeld immer besser ins Spiel gefunden hat." Der Coach ordnete das späte Remis als gerecht ein und betonte die Gefahr des Gegners auch gegen den Wind.

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Der Start nach Maß passte zu Baders Eindruck: Bereits nach wenigen Minuten stellte Dominik Krankl auf 1:0, ehe Leon Woborny mit einem Doppelschlag zum 1:1 und 1:2 drehte. "Meines Erachtens war der Wind ein wichtiger Faktor. Nichtsdestotrotz ist Neufeld besser geworden und wir hatten mehr und mehr mit Verteidigungsarbeit zu tun." Nach dem Seitenwechsel wollte Gattendorf mit dem Rückenwind anziehen: "In der zweiten Halbzeit wollten wir dann mit dem Wind mehr tun, haben aber nicht wirklich zu unserem Spiel gefunden." Norbert Schalling glich zum 2:2 aus, Florian Thüringer sorgte spät für das 3:2 – "wir hätten dann auf 4:2 stellen können, ein Mitspieler hat da drüber geschossen" – ehe in der allerletzten Minute der Ausgleich fiel. Michael Drga traf zum 3:3.
Bader hob die Bedeutung ruhender Bälle hervor: "Ecken waren heute wichtig. Wir haben zwei Tore nach Ecken erzielt." Zum Kräfteverhältnis meinte er: "Es war ziemlich ausgeglichen. Vielleicht hat Neufeld um Nuancen mehr den Ball gehabt, aber es war in Wirklichkeit kein Faktor." Zur Intensität sagte er: "Insgesamt war es fair, aber durchaus körperbetont – für den Wind war es okay."
Im Rückblick fasste der Trainer das Remis zusammen: "Dann haben wir in der allerletzten Minute noch den Ausgleich bekommen. Insgesamt würde ich sagen, ein verdienter Ausgleich, denn Neufeld war auch in der zweiten Halbzeit gegen den Wind durchaus gefährlich." Für die Arbeit unter der Woche kündigte er an: "Verbesserungsbedarf sehe ich beim Spielen nach vorne. Wir werden alles gut analysieren und dann schauen, wo wir ansetzen können. Es gibt durchaus Verbesserungsbedarf in allen Bereichen."