Nach dem 4:4 zwischen FC Illmitz und UFC Pama in der II. Liga Nord ordnete Franz Schuster eine Begegnung ein, die von einem furiosen Start, heftigem Wind und einem ganz späten Ausgleich geprägt war. „Ein bisschen Spielverderber war der Wind: In der ersten Halbzeit hat er uns begünstigt, nach der Pause eher gegen uns.” Inhaltlich sprach er von einer offenen Partie mit hohem Einsatz auf beiden Seiten und einem Resultat, das die Kräfteverhältnisse gut abbildet. Besonders der Schlussakkord gibt seiner Mannschaft Rückenwind: „So ein später Ausgleich kann schon ein bisschen Euphorie entfachen – und das wollen wir in die nächsten Spiele mitnehmen. Schauen wir mal.”

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Die Anfangsphase hatte es aus Schusters Sicht in sich: In wenigen Minuten fielen vier Treffer – zweimal ging Pama in Führung, zweimal glich Illmitz aus. Kurz vor der Pause gerieten die Gäste dann mit 2:3 in Rückstand. Der Wind wurde für beide Seiten zum Faktor und prägte das Tempo wie auch die Gefährlichkeit von Bällen in die Tiefe. Die Dramaturgie hielt bis zum Schluss: In der 86. Minute brachte Maximilian Gartner Illmitz erneut in Front – 3:4 aus Pama-Sicht –, ehe Fabian Hruby in der 90. Minute zum 4:4 ausglich. Zuvor hatte Christian Pahr bereits doppelt für Pama getroffen, während beim FC Illmitz Benjamin Ecker, Thomas Zwickl und Samuel Hegyi erfolgreich waren.
Schuster schilderte einen turbulenten Spieltag mit unmittelbaren Auswirkungen auf den Matchplan: „Kurz vor Spielbeginn ist uns ein Spieler ausgefallen, der beim Aufwärmen über muskuläre Schmerzen geklagt hat. Drei Minuten vor Anpfiff mussten wir noch umstellen, dazu kamen in der ersten Halbzeit zwei weitere Wechsel. Das hat sämtliche taktischen Vorgaben über den Haufen geworfen.” Trotz des Rückschlags kurz vor Schluss – „durch einen blöden individuellen Fehler das 3:4 kassiert” – blieb seine Elf dran und erzwang in der Nachspielzeit mit viel Moral den Ausgleich.
Im Rückblick sah Schuster ein Duell auf Augenhöhe: „Vom Chancenverhältnis würde ich sagen: ausgeglichen – so wie das Ergebnis.” Besonders präsent blieben ihm zwei große Möglichkeiten kurz nach der Pause: Einmal rettete der Illmitzer Keeper stark, einmal fehlte bei einem Kopfball aufs leere Tor die Präzision. Beim Ballbesitz verortete er leichte Vorteile beim FC Illmitz: „Spielerisch leicht überlegen, aber nicht großartig – ich hätte 60:40 gesagt.” Aus Standards resultierte laut Schuster kein direktes Tor, der Wind machte Ecken und Freistöße jedoch deutlich gefährlicher. Und zur Intensität: „Kampf und Einsatz waren bei beiden Mannschaften da – jeder hat alles rausgeholt.”