Beim Auswärtsspiel des ASV Steinbrunn beim SV Gols in der II. Liga Nord sprach Hans Peter Schnabl offen über einen zunächst gelungenen Auftritt und den anschließenden Bruch. Der Sektionsleiter schilderte vergebene Möglichkeiten zu Beginn, ansprechende Phasen vor der Pause und eine zweite Halbzeit, in der seine Elf den Faden verlor. Gleichzeitig betonte er die Kompaktheit und Geschwindigkeit der Gastgeber auf den Flügeln und verzichtete auf Ausreden: Personell fehlte ihm niemand.

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Steinbrunn fand ordentlich hinein, erspielte sich in der Anfangsphase Chancen auf die Führung und ließ diese ungenutzt – so die Einschätzung vom Spielfeldrand. Die Partie bekam jedoch früh eine Richtung, als Milos Angelovic in der 11. Minute auf 0:1 stellte. Marko Pavlovic sorgte in Minute 34 mit dem 1:1 für ein kurzes Ausrufezeichen der Gäste, ehe Thomas Kettner Gols in der 39. Minute wieder in Front brachte – 1:2. Nach dem Seitenwechsel verlor Steinbrunn spürbar die Ordnung, was sich im 1:3 durch Frantisek Lady in der 65. Minute niederschlug. In der 70. Minute schnürte Angelovic seinen Doppelpack und setzte mit dem 1:4 den Schlusspunkt. „Das war auch in der Entstehung ein Weltklasse Tor,“ so Hans-Peter Schnabl.
In seiner Analyse hob Schnabl vor allem die Durchschlagskraft des Gegners hervor. Sein Gesamturteil fiel eindeutig aus: „Gols war kompakt und auf den Flügeln durch Nikolaus Achs sehr, sehr stark und sehr schnell und hat, auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Muss man so anerkennen.“ Auch auf die Frage nach den Spielanteilen ließ er keine Zweifel: Über weite Strecken hatte Gols mehr vom Ball und setzte die entscheidenden Momente. Steinbrunn hielt phasenweise dagegen, doch die goldenen Minuten der Hausherren vor und nach der Pause kippten das Momentum nachhaltig in deren Richtung.