Nach einem intensiven Auswärtsauftritt in Kittsee ordnete Trainer Michael Pittnauer vom UFC Tadten die Lage ein. In der II. Liga Nord traf seine Mannschaft auf den heimischen SC Kittsee und setzte auf schwerem Geläuf kompromisslos auf Physis, Disziplin und einen klaren Matchplan – der 2:1-Erfolg war für ihn die logische Folge konsequenter Arbeit. Prägend waren seine Einschätzungen zu Spielfläche, Balance im Spiel und der mannschaftlichen Reaktion auf heikle Momente – von frühen Schocks bis zu späten Kräften.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
„Es war heute ein Spiel auf Augenhöhe“, betonte Pittnauer und verwies auf die Qualität des Gegners. Kittsee sei nach dem Sieg gegen Rust mit viel Selbstvertrauen aufgetreten, Tadten habe seinerseits nach sieben Punkten aus drei Spielen genug Rückenwind gehabt, um Zählbares mitzunehmen. Die schwierigen Platzverhältnisse prägten die Begegnung deutlich, daher verlegte sich Tadten auf zweite Bälle und tiefe Zuspiele in die Schnittstellen. Der Ansatz griff: In Minute 21 stellte Lukas Hoffmann mit einem wachen Abschluss auf 1:0 für Tadten. Kittsee antwortete jedoch prompt – nach einer Standardsituation traf Romulo Silva Santos in der 31. Minute zum 1:1, eine anerkannte Stärke der Hausherren. Nach der Pause blieb Tadten konsequent und wurde belohnt: In der 65. Minute markierte Michal Slezak das 2:1, das die Gäste mit stabiler Defensivarbeit bis zum Ende absicherten. „Wir haben von hinten vieles sehr gut wegverteidigt“, fasste Pittnauer die Stabilität zusammen.
Früh im Spiel gab es einen Bruch in der Statik: Nach wenigen Minuten verletzte sich ein Kittseer Offensivakteur mutmaßlich am Knie – Pittnauer wünschte dem Spieler ausdrücklich gute Besserung. Später musste Kittsees Torschütze Romulo Silva Santos angeschlagen vom Platz. Gerade diese Phase wertete Pittnauer als Gradmesser für die Physis seiner Mannschaft: Tadten habe die Zweikämpfe gut angenommen, konsequent abgesichert und energisch auf die zweiten Bälle nachgeschoben – ohne in Hektik zu verfallen. „Das war für uns auch das Zeichen, dass wir körperlich in guter Verfassung sind und in den letzten 20 Minuten noch einmal zusetzen können.“
Auf die Frage nach dem herausragenden Akteur ließ Pittnauer keinen Zweifel: „Man of the Match ist heute eindeutig die gesamte Mannschaft. Wenn man sieht, was sie heute für eine Kampfleistung an den Tag gelegt haben und welches Laufpensum sie geschaffen haben, ist das sensationell.“ Er hob auch die Breite hervor: „Auch die Leute, die reingekommen sind, haben nahtlos angeschlossen – eine unglaubliche Teamleistung.“ Inhaltlich will Tadten genau an diesem Fundament anknüpfen: „Wir haben es diesmal geschafft, von der ersten Minute an direkt ins Spiel zu finden. Die ersten zehn, zwanzig Minuten haben wir zuletzt öfter verschlafen – das ist uns heute Gott sei Dank nicht passiert.“ Für die kommenden Aufgaben setzt der Trainer auf das gewachsene Selbstverständnis: Die körperliche Präsenz und das Selbstvertrauen aus den letzten Spielen wolle man nun auch gegen den kommenden Gegner, den Tabellenführer SC Rust, positiv mitnehmen.