Im Derby der II. Liga Nord zwischen ASV Poolshop Austria Neufeld und ASV Steinbrunn schildert Hans Peter Schnabl die 90 Minuten als Wechselbad aus frühem Schock und dominanter Reaktion. Der Sektionsleiter hebt den couragierten Auftritt seines Teams hervor, hadert jedoch mit der Effizienz. Sein Fazit fällt emotional aus: Das sehr frühe Gegentor bestimmte den Ton, danach sah er Steinbrunn über weite Strecken am Drücker – am Ende jedoch stand ein 1:3 aus Sicht der Gäste.

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Der Ton der Partie war früh gesetzt: Neufeld traf bereits in der 2. Minute, als Marco Baumgartner zum 0:1 aus Steinbrunner Sicht einschoss. „Neufeld ging früh in Führung und das Tor in der zweiten Minute hat uns nicht in die Karten gespielt”, hielt Schnabl fest. Umso bemerkenswerter aus seiner Sicht die Reaktion seiner Mannschaft: „Nach dem Gegentreffer haben wir das Kommando übernommen und waren über weite Strecken die bessere Mannschaft – sind am Ende aber in Schönheit gestorben.”
Besonders deutlich wurde Schnabl bei der Bewertung der Chancen und der Konsequenz im Abschluss: „Neufeld hat in 90 Minuten zwei Torchancen gehabt und drei Tore gemacht. Wir haben in der ersten Halbzeit verabsäumt, das Spiel zu entscheiden. Wir hätten drei Tore machen müssen, haben aber unsere Chancen leider vergeben.” Das passte für ihn zum Derby-Bild, das er zeichnete: „Die Mannschaft ist so ins Derby gegangen, wie es sich gehört – mit voller Energie – und hätte sich den Sieg eigentlich verdient gehabt. Aber leider sind wir an uns selbst gescheitert.” Auch im physischen Bereich sah er sein Team vorn: „Ich glaube, dass wir in den Zweikämpfen die Besseren waren.” Bis zur Pause blieb es dennoch beim 0:1, obwohl Steinbrunn nach eigener Einschätzung das Kommando übernommen hatte und sich mehrere Gelegenheiten erspielte, diese Überlegenheit jedoch nicht in Treffer ummünzen konnte.
Nach dem Seitenwechsel kippte die Dynamik in wenigen Momenten: In Minute 62 erhöhte Lenz Honc auf 0:2 – ein Treffer, der Neufeld in eine komfortable Ausgangslage brachte. Die Aufgabe für die Gäste wurde nach der Roten Karte gegen Robert Wallentits (71.) noch schwieriger. Steinbrunn blieb jedoch dran und verkürzte durch Andreas Lemut in der 83. Minute auf 1:2. In der Nachspielzeit setzte Leon Woborny schließlich mit dem 1:3 (92.) den Endpunkt. Schnabl verortete den Unterschied im Detail: Effizienz auf Neufelder Seite habe nach der Pause den Ausschlag gegeben, während bei Steinbrunn die vielen investierten Zweikämpfe und die spielerische Initiative über weite Strecken ohne das nötige Momentum blieben. In seiner Mannschaft sah er eine geschlossene Mannschaftsleistung und nannte dabei unter anderem Andi lemut, Tom Fasching und Milan Kostic als Beispiel für Einsatz und Hingabe an den Teamgedanken. Der Blick nach vorn fällt kämpferisch aus: „Wir werden in den letzten Spielen mit derselben Energie hineingehen wie gegen Neufeld und schauen, dass wir etwas mitnehmen.”