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Christian Bauer (Trainer FC Andau): "Am Ende mussten wir froh sein über das 3:3"

FC Andau
SC Kittsee

In der II. Liga Nord trennten sich der FC Andau und der SC Kittsee 3:3. Andau führte 2:0, kassierte vor der Pause noch das 2:1, lag nach der Pause 2:3 zurück und rettete in der Nachspielzeit den Punkt. Trainer Christian Bauer sprach von einem gerechten Remis, betonte aber: "Am Ende mussten wir froh sein, dass wir das 3:3 gemacht haben." Ein Abend mit viel Einsatz, einem späten Kopfballtor – und genug Stoff für klare Worte nach einer intensiven Partie.


Torwart in Blau und Schwarz stützt sich auf die Knie

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Andau legt vor, Kittsee dreht – und Wendelin gleicht ganz spät aus

Andau erwischte den besseren Start und ging in Minute 38 durch Manuel Csigo mit 1:0 in Führung. Christian Bauer gefiel vor allem die Art und Weise: "Erstes Tor, gute Kombination – über rechts geflankt, abgelegt auf Manuel Csigo, der mit links ins kurze Eck getroffen hat. Das war unsere schönste Aktion." Kurz darauf legte Mario Wendelin in der 43. Minute das 2:0 nach. Doch exakt vor dem Pausenpfiff meldete sich Kittsee: Michal Belko verkürzte in der 45. Minute auf 2:1. "Wenn man kurz vor der Pause ein solch dummes Tor kriegt, ist das natürlich nicht gut", ärgerte sich Bauer. Nach dem Wechsel bekamen die Gäste Oberwasser. Belko besorgte in Minute 72 das 2:2, David Surina drehte die Partie in der 82. Minute sogar auf 2:3. Andau bäumte sich noch einmal auf – und wurde in der Nachspielzeit belohnt: "Freistoß von der halbrechten Seite von Manuel Schopf, und Mario Wendelin hat ins rechte untere Eck eingeköpft." Das 3:3 in Minute 93 brachte der Heimelf zumindest einen Zähler.

Bauers Blick aufs Spiel: fairer Punkt, viel Moral – aber auch Hausaufgaben

In seiner Einordnung blieb Christian Bauer sachlich. "In der ersten Halbzeit haben wir ganz gut gespielt", sagte der Andau-Coach, der aber auch offen zugab: "In der zweiten Halbzeit war sie gar nicht mehr da." Damit meinte er die Kontrolle, die seine Elf nach dem Anschluss noch vor dem Pausenpfiff verlor. Unterm Strich konnte er mit dem Ergebnis leben: "Im Prinzip geht das Unentschieden in Ordnung. Zum Schluss mussten wir froh sein, dass wir das 3:3 geschossen haben."

Besonders hob Bauer den Charakter hervor: "Gut war, dass wir nie aufgegeben und uns das 3:3 erkämpft haben." Gleichzeitig nannte er klar die Baustellen: "Nicht so gut war teilweise das taktische Verhalten. Da müssen wir nachschärfen und einige Sachen verbessern." Gerade nach einer 2:0-Führung sei es für Andau ein Thema, ruhiger zu bleiben und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Respekt für Kittsee und Lob für den Unparteiischen – Ausblick fürs Training

Großen Respekt zollte Bauer dem Gegner, der trotz Ausfällen stark auftrat. "Überrascht hat mich nichts. Obwohl sie viele Ausfälle hatten, haben sie das sehr gut kompensiert", erklärte er. Der SC Kittsee reist nicht zufällig als Tabellenführer an und zeigte auch in Andau, warum er ganz oben steht: zweimal Belko, dann Surina – das war viel Effizienz nach der Pause. Ein Sonderlob verteilte Bauer an das Schiri-Team: "Der Schiedsrichter war einer der besten, die ich je hatte."

Für Andau, aktuell mit 30 Punkten im gesicherten Mittelfeld, bleibt nach diesem 3:3 zweierlei hängen: die Bestätigung, dass Moral und Standardstärke stimmen – und der klare Arbeitsauftrag. Bauer möchte in den nächsten Einheiten am taktischen Verhalten feilen, damit seine Mannschaft aus Führungen künftig mehr mitnimmt als nur einen Zähler.

II. Liga Nord: Andau : Kittsee - 3:3 (2:1)

  • 93
    Mario Wendelin 3:3
  • 82
    David Surina 2:3
  • 72
    Michal Belko 2:2
  • 45
    Michal Belko 2:1
  • 43
    Mario Wendelin 2:0
  • 38
    Manuel Csigo 1:0

 

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