In der II. Liga Nord trennten sich der ASV Deutsch Jahrndorf und der ASV Poolshop Austria Neufeld mit 1:1. Die Hausherren legten nach einer Standardsituation durch Carsten Lang vor, Neufeld glich nach der Pause durch Milos Pejic – ebenfalls per ruhendem Ball – aus. Trainer Elvir Jusic sprach von mehr Spielanteilen für die Gäste, lobte aber den Kampfgeist seiner ersatzgeschwächten Truppe: "Wir haben bis zum Schluss gekämpft und uns den Punkt verdient."

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Die Partie begann flott, mit Chancen auf beiden Seiten. Deutsch Jahrndorf nutzte die erste echte Standardszene eiskalt: In Minute 17 beförderte Carsten Lang den Ball nach ruhendem Ball zum 1:0 über die Linie. Zur Pause stand es 1:0 – Neufeld hatte da schon "mehr Spielanteile und spielerisch wirklich mehr geboten", wie Elvir Jusic betonte. Nach dem Seitenwechsel schnürten die Gäste die Heimelf über weite Strecken ein und kamen zu einer Serie an ruhenden Bällen. "In der zweiten Halbzeit hatten sie gefühlt fünfzehn Ecken und Freistöße", schilderte Jusic. Aus genau so einer Situation fiel in der 57. Minute der verdiente Ausgleich: Milos Pejic drückte zum 1:1 ein. In der Schlussphase drückte Neufeld weiter, doch Deutsch Jahrndorf blieb mit Kontern gefährlich – und fünf Minuten vor Schluss rettete ein Neufeld-Verteidiger auf der Linie, als der Tormann bereits geschlagen war.
Der Deutsch-Jahrndorf-Trainer ordnete den Punktgewinn klar über Einsatz und Geschlossenheit ein. "Wir hatten aufgrund unserer Ausfälle personelle Probleme, haben uns aber wirklich dagegen gestemmt und als Team präsentiert", sagte Elvir Jusic. Seine Mannschaft habe "bis zum Schluss gekämpft" – genau das sei ausschlaggebend gewesen, um gegen einen starken Gegner etwas mitzunehmen. Gleichzeitig blieb Jusic ehrlich in der Bewertung: "Neufeld hatte mehr Spiel- und Chancenanteile und hat uns zum Schluss hineingedrückt." Trotzdem sah er im Umschaltspiel die Möglichkeit auf den Lucky Punch: "In den letzten zehn Minuten hatten wir einige Kontermöglichkeiten, wir hätten auch gewinnen können." Zum Gegner fand der Coach klare Worte des Respekts: "Die spielerische Komponente und Schnelligkeit – sie haben ein gutes Spiel gemacht."
Für Gesprächsstoff sorgte vor der Pause eine strittige Szene im Strafraum. Zunächst zeigte der Referee auf den Punkt, nahm den Elfmeter aber nach Rücksprache mit seinem Assistenten zurück. "Der Linienrichter hat angezeigt, dass der Ball von der eigenen Körperpartie an die Hand sprang. Dadurch war es kein strafbares Handspiel, der Elfmeter wurde zurückgenommen", erklärte Jusic. Insgesamt fand er lobende Worte für das Gespann: "Der Schiedsrichter hatte das Spiel gut im Griff und ließ es gut laufen – keine großen Kritikpunkte."
Sportlich bleibt der Zähler für Deutsch Jahrndorf wertvoll: Mit 34 Punkten steht die Jusic-Elf weiter auf Rang zwei, nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Kittsee (35). Neufeld nimmt als Neunter mit 27 Punkten einen verdienten Auswärtspunkt mit – ein Resultat, das zur intensiven, offenen Partie passt und beiden Teams Rückenwind für die nächsten Aufgaben geben kann.